Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 44Fedlex · Ergebnisbericht

Gemäss aefu, AQV, GPS, SP, SVS, VKMB und WWF müssen nächste Generationen mit den Fähigkeiten zur Bestimmung von Arten ausgerüstet werden, und das Wissen über Arten und ihre Ökologie muss gestärkt werden. Die dafür nötige Aus- und Weiterbildung ist gemäss SP in Hochschulen, Museen sowie botanischen und zoologischen Gärten zu verankern.

Gemäss WVS sind die privaten Waldeigentümerinnen und -eigentümer schwer zu erreichen. Das Kurswesen des WVS kann für spezifische Weiterbildungsangebote eine Zusammenarbeit anbieten. WVS ist auch gerne bereit, über seine Netzwerke und Kommunikationsinstrumente beim Wissenstransfer mitzuwirken.

SBLV und SBV weisen darauf hin, dass die Sensibilisierung für die Thematik der Biodiversität bereits bei den schulpflichtigen Kindern beginnen sollte und die Beziehung zwischen Mensch und Ökosystemen für jeden Sektor berücksichtigt werden muss.

Die Mehrzahl der zoologischen Einrichtungen der Schweiz beteiligt sich gemäss zoo nicht oder nur unzureichend an Lehre und Forschung. Zoo beantragt daher, dass die Schaffung einer entsprechenden gesetzlichen Grundlage in Kapitel 7.7 explizit genannt wird.

IUCN fordert die Aichi Ziele 3, 13 und 14 besser abzubilden und diese darüber hinaus im Aktionsplan vertieft zu berücksichtigen. Auch die Ziele 15 und 16 (personelle Kapazitäten und Netzwerke) müssen verbessert und deshalb in die Strategie aufgenommen werden.

JAG hält die Behörden dazu an, ihre neutrale Rolle in der Verteilung von Wissen wahrzunehmen.

7.8 Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum

aefu, BL, BWB, FSU, GE, JU, SCNAT, SSF, SSV, SVS und VKMB begrüssen das Ziel 7.8. UFS unterstützt das Ziel ebenfalls, vermisst jedoch eine kritische Beurteilung der Siedlungspolitik insgesamt. KBNL findet den ersten Teil des Ziels zu ambitiös und fragt sich, ob es raumplanerisch sinnvoll ist.

SCNAT und SH befürchten, dass die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum überbewertet wird. Die Hauptverantwortung der Schweiz bei der Erhaltung der Biodiversität ist klar ausserhalb des Siedlungsraums, insbesondere in den alpinen Gebieten. SCNAT schlägt ausserdem vor, das Kapitel um raumplanerische Aspekte zu erweitern.

Gemäss FFU ist eine Eingrenzung des Siedlungsgebiets dringend notwendig, sowohl durch raumplanerische als auch durch ökonomische Instrumente.

BS, FFU, FSU, JU, LU, Morges, SAB und SVU weisen darauf hin, dass Widersprüche zu anderen Politikbereichen (z.B. Schonung und haushälterische Nutzung des Bodens, Siedlungsverdichtung) verhindert werden müssen. KG, GPS, SG, SSV, SVS und VKMB und WWF ist es wichtig, dass die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum nicht gegen die Verdichtung nach innen ausgespielt wird. BAS und Prom unterstützen die Forderung nach verdichtetem Bauen.

Die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum muss gemäss JAG in erster Linie auf öffentlichem Grund geschehen. JAG, KG, Lausanne und SSV begrüssen es, wenn, wie in der Strategie festgehalten, Private z.B. durch Anreize zur Förderung der Biodiversität motiviert werden sollen.

aefu, AI, GPS, KG, Lausanne, SP, SSV, VKMB und WWF begrüssen den Vorschlag, die Agglomerationsprogramme mit einem finanziellen Anreizsystem für die Biodiversität und die Landschaft zu ergänzen, sehr. aefu, GPS, SVS, VKMB und WWF fordern, dass bei der Suche nach der dafür zu findenden Finanzierung unbedingt auch die grossen Ziellücken der finanziellen Ressourcen für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität ausserhalb des Siedlungsraums berücksichtigt und aufeinander abgestimmte Lösungen erarbeitet werden müssen.