Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten

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7.7 Generierung und Verteilung von Wissen

CHA, CP und UFS befürworten das Ziel 7.7. BWB, SFU, sgv, SHIV und WHE fordern hingegen, die Zielsetzung in dieser Form ersatzlos fallen zu lassen. PR sieht mit der Zielformulierung die Bürgerin oder den Bürger nicht genügend angesprochen.

Aus Sicht von aefu, AQV, GPS, SVS, VKMB und WWF soll das Ziel verbindlicher formuliert werden. Über den Zustand der Biodiversität muss fachlich korrekt informiert werden. Beim Wissenstransfer reicht es nicht, dass das Wissen «zur Verfügung steht». Vielmehr geht es darum, die richtigen Methoden zu entwickeln und anzuwenden, sodass das neue, vor allem aber das bereits bestehende Wissen umgesetzt wird. Auch SGH legt Wert auf Grundlagenforschung und ihre Anwendung und Umsetzung. KG und SSV fordern die Integration der Ideen des Konzepts Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, insbesondere der Förderung der Handlungskompetenz. Auch das Generieren von neuem Wissen muss aus Sicht von FFU als Ziel gesetzt werden. Damit werden Ausbildung, Forschung, Entwicklung und der Transfer von Wissen für relevante Themen der Biodiversität gewährleistet.

SCNAT begrüsst, dass der zusätzliche Bedarf an Forschung und Wissenstransfer erkannt wird, vermisst aber ein explizites und eigenes Ziel für die Forschung, wie dies das Aichi-Ziel 19 vorgibt. Ein Nationaler Forschungsschwerpunkt zum Thema Biodiversität scheint aus Sicht von SCNAT zur Sicherstellung von Fortschritten in Forschung, Datenaustausch, Synthese und Wissenstransfer essenziell.

Für LU ist das Aufzeigen des ökonomischen Werts der Biodiversität und des Werts als Lebensgrundlage des Menschen sehr wichtig. PR betont, auch Informationen über Werte, die mit der Biodiversität verbunden sind (ethisch, ästhetisch, kulturell) bereitzustellen. PR schlägt vor, die Strategie Biodiversität Schweiz während der Biodiversitätsdekade 2011–2020 mit einer breit angelegten Kommunikationskampagne zu begleiten.

SWISSAID fügt hinzu, dass sowohl in Bildung und Beratung als auch im Rahmen der Forschung das Nagoya-Protokoll umgesetzt werden muss. SWISSAID und SVS weisen darauf hin, dass der Technologietransfer mit den Ländern des Südens ein wichtiger Punkt der Biodiversitätskonvention ist, der auch von der Schweiz umgesetzt werden muss.

Aus Sicht von WWF sollen neben Institutionen wie Museen, zoologischen und botanischen Gärten und Naturschutzzentren auch non-formale Bildungsanbieter von NGOs oder Stiftungen im Bereich Bildung und Beratung berücksichtigt werden. Im Bereich Konsum ist namentlich auch die Aus- und Weiterbildung von Detailhandelsfachleuten und in den Berufen der Hauswirtschaft bei der Umsetzung von Produkte-Umweltinformationen zu fördern.

Kf und SP fordern ein eigenes Ziel zur Verfügbarkeit von Informationen und Kenntnissen für die Konsumentinnen und Konsumenten.

Gemäss AG sollen sich Ausführungen zu diesem Ziel nicht nur auf einen (intellektuellen) Wissenstransfer beschränken, sondern stärker auch den Erlebnisfaktor und das Bewusstsein ansprechen und in diesem Sinne auch die Massnahmenpalette erweitern.

IP fordert, dass in diesem Abschnitt die Wissensvermittlung insbesondere in Landwirtschaftsschulen erwähnt werden muss.

aefu, GPS, Gre, KG, PN, PUSCH, SSV, SVS, VKMB und WWF erachten es als wichtig, dass die Ausbildung nicht generell abgehandelt werden darf, sondern dass auf die Möglichkeit des Bundes hingewiesen wird, bei der Formulierung der Lehrpläne von Volks-, Mittel-, Landwirtschafts- und Berufschulen steuernd einzugreifen.