Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 66 Seiten

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dass in erster Linie die heutigen Überwachungssysteme besser koordiniert werden sollten. GPS, SVS und VKMB sind der Meinung, dass es nicht um zusätzliche Ausgaben in diesem Bereich geht, sondern um eine Überprüfung der bestehenden Programme im Hinblick auf ihre Ziele. Für BWB, SFU, SHIV und WHE ist die Zielsetzung zwar nachvollziehbar. Im Wald soll man sich aber auf bisher erprobte Instrumente wie das LFI abstützen und nicht weitere steuerfinanzierte Monitoringprojekte aufbauen. IUCN fordert eine inhaltliche Weiterentwicklung und die finanzielle Absicherung der Überwachung. KG, GE und SSV weisen auf die Ressourcen für den Forschungs- und Entwicklungsbedarf hin, der sich aufgrund der Monitoringprogramme ergibt. Ausserdem braucht es finanzielle Unterstützung für die regionale Erhebung von Daten zur Biodiversität.

aefu, GPS, SVS und VKMB stellen sich die Frage, wie die Schweiz mit ihrem starken internationalen Einfluss auf die Biodiversität zum weltweiten Monitoring bzw. zur Erfolgskontrolle der Biodiversitätsziele 2020 des globalen Strategischen Plans beitragen kann.

SAVE fordert, dass die Parameter zur Beurteilung der landwirtschaftlichen Diversität überprüft und angepasst werden. SGH ist zudem der Meinung, dass auch die Biodiversität in Höhlen beobachtet werden muss.

KG und SSV verlangen einen verbesserten Austausch von vorhandenem Wissen und Indikatorsystemen zwischen verschiedenen Kantonen und Gemeinden. Ausserdem ist die Erfolgskontrolle zu ergänzen.

EVP und Vog begrüssen die Definition von Leitindikatoren zum Zustand der Biodiversität, fordern aber für den dritten Indikator eine weniger beliebige Formulierung. aefu, GPS, SVS, VKMB und Vog vermissen beim dritten Punkt die Wiederherstellung von degradierten Ökosystemen. BL, BS, Cer und EKL fordern, dass der Leitindikator bezüglich der Funktionsfähigkeit der Ökosysteme die Überschreitung der Critical Loads für Stickstoff enthalten sollte. SP weist darauf hin, dass noch Indikatoren auf Ebene der genetischen Vielfalt der Wildarten fehlen. Seltene Arten werden zudem nur unzureichend erfasst. Diese Lücken müssen gefüllt werden. Gemäss SBV sollten es die Indikatoren erlauben, die Biodiversität auf allen drei Ebenen der Definition zu messen. GPS, SVS und VKMB unterstützen die Definition eines langfristig gültigen Sets von Indikatoren. Diese VT betonen, dass die Umweltorganisationen in die Erarbeitung dieses Sets von Indikatoren für die Biodiversität und die Ökosystemleistungen einbezogen werden müssen.

AQV fordert, dass das Monitoring systematisch ausgeweitet und mit dem Monitoring der Nachhaltigkeitsindikatoren zweckmassig verbunden werden muss.

Gemäss BS muss bei der Überwachung der Biodiversität auch den invasiven Neobiota und gefährlichen Schadorganismen die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden.

UFS schlägt vor, Leistungsaufträge im Monitoringbereich an lokale Institutionen wie Naturmuseen zu erteilen.

LU macht darauf aufmerksam, dass das Ziel den Zeithorizont 2020 hat. Die Überwachung der Veränderungen der Biodiversität müsse aber früher einsetzen, damit eine Zwischenbilanz für allfällige Korrekturen bis 2020 gezogen werden kann.

JAG weist auf die kantonalen und eidgenössischen Jagdstatistiken hin. Diese Leistung der Jägerschaft zugunsten der Gesellschaft zur Förderung der Biodiversität muss in Zukunft von den Behörden offiziell anerkannt und auch finanziell unterstützt werden.

TI erscheint es wichtig, dass die Resultate der Überwachung öffentlich zugänglich sind.