Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2012/51: Zivilgesetzbuch (Änderung betreffend öffentliche Beurkundung) · 45 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 3Fedlex · Ergebnisbericht

Referenz/Aktenzeichen: COO.2180.109.7.111250 / 233.1/2011/01193

1 Allgemeines

Das Vernehmlassungsverfahren zum Vorentwurf vom Dezember 2012 einer Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches betreffend öffentliche Beurkundung dauerte vom 14. Dezember 2012 bis zum 26. März 2013. Zur Teilnahme eingeladen wurden die Kantone, die in der Bundesversammlung vertretenen politischen Parteien, die gesamtschweizerischen Dachverbände der Gemeinden, Städte und Berggebiete sowie der Wirtschaft und weitere interessierte Kreise.

Stellung genommen haben 26 Kantone, 5 politische Parteien und 14 offiziell eingeladene Dachverbände und Organisationen. Ausserdem haben 16 nicht offizielle Teilnehmer Stellung bezogen.

Ausdrücklich auf eine Stellungnahme verzichtet haben die Konferenz der kantonalen Justizdirektorinnen und -direktoren, der Schweizerische Arbeitgeberverband, der Kaufmännische Verband Schweiz, die Demokratischen Juristinnen und Juristen der Schweiz sowie das Bundesverwaltungsgericht.

2 Verzeichnis der Eingaben

Siehe Anhang.

3 Allgemeine Beurteilung des Vorentwurfs

3.1 Kurze Zusammenfassung des Ergebnisberichts

Bundesrechtliche Mindestanforderungen

Die «Nachführung» der bundesrechtlichen Mindestanforderungen an die öffentliche Beurkundung wird – wenngleich seitens der Kantone nur knapp überwiegend – mehrheitlich begrüsst.

In diesem Sinn: AG, BL, BS, GR, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SZ, ZG, ZH; EVP, SP, SVP; economiesuisse, SAV, SBV, SGB, SGV, SV, Uni LU, Uni NE, VSGV. Contra, d.h. gegen bundesrechtliche Mindestanforderungen: AI, BE, FR, GE, GL, JU, SO, TG, TI, UR, VD, VS; CVP, FDP; SNV, SSN, Uni BE, Uni GE, Unil.

Demgegenüber wird die Freizügigkeit der öffentlichen Urkunde im Bereich der Liegenschaftsgeschäfte mehrheitlich abgelehnt.

In diesem Sinn: AI, AR, BE, BS, FR, GE, GL, GR, JU, NE, NW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH; CVP, FDP, SVP; SNV, Uni BE, Uni GE, Unil, VSGV. Contra, d.h. für Freizügigkeit: AG, BL, LU, OW; EVP, SP; economiesuisse, SAV, SBV, SGB, SGV, SV, Uni LU, Uni NE.

Elektronische Urschrift

Eine grosse Anzahl Vernehmlassungsteilnehmer befürwortet die vorgeschlagene Erweiterung der elektronischen öffentlichen Beurkundung durch die Urschrift.

In diesem Sinn: AG, BL, GR, LU, NE, OW, SG, SH, UR, VS, ZG, ZH; CVP, FDP, SP, SVP; economiesuisse, SAV, SGB, SGV, SV, Uni NE. Contra, d.h. gegen die elektronische Urschrift: AI, AR, BE, BS, FR, GE, GL, JU, NW, SO, SZ, TG, TI, VD; EVP; SBV, SNV, SSN, Uni BE, Uni GE, Unil, VSGV.

3.2 Bundesrechtliche Mindestanforderungen an die öffentliche Beurkundung Zustimmung

Die vorgeschlagene Regelung wird grundsätzlich begrüsst (AG, BL, BS, GR, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SZ, ZG, ZH; EVP, SP, SVP; economiesuisse, SAV, SBV, SGB, SGV, SV; Uni LU, Uni NE, VSGV).