Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 52 Seiten
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Funktionäre. Die Wohnzone der Sportler befindet sich angrenzend zur Polowiese in den umliegenden Hotels, die Bettenkontingente zur Verfügung stellen. Weitere Unterkünfte entstehen als Neubauten, Sanierungen bestehender Hotels oder als temporäre oder permanent verdichtete Bebauungen von Grundstücken. Der Einbezug vorhandener Gebäude und infrastruktureller Einrichtungen gewährleistet eine zukunftsorientierte, nachhaltige Weiterentwicklung und Aufwertung des Ortsteils St. Moritz Bad.
In Davos war in einer ersten Phase das nördliche Seeufer des Davoser Sees als Zentrum des Athletendorfes geplant. Die Machbarkeit kann technisch zwar gewährleistet werden, jedoch wären die Kosten für die notwendige Absenkung des Davoser Sees und die Erstellung der temporären Bauten zu hoch. Sowohl aus Kostenüberlegungen als auch aus Sicht der Nachhaltigkeit wird das Konzept des olympischen Dorfs in Davos nun überarbeitet. Im Rahmen des Nachhaltigkeits- und Innovationsdialogs wurden mit Behörden- und Wirtschaftsvertretern aus Davos bereits erste Überlegungen konkretisiert. In diesem Zusammenhang sollen die in Davos seit geraumer Zeit laufenden Diskussionen um die künftige Siedlungsentwicklung (Universitätscampus, betreute Seniorenresidenz, günstige Erstwohnungen, Beherbergung im Nullsternebereich) mitberücksichtigt werden.
Weiterverfolgt werden sollen Projektideen zur Nutzung der bestehenden Wolfgangklinik und deren Nachverdichtung mit Neubauten sowie temporären Anlagen beim See, die einer Nachnutzung zugeführt werden könnten. Auf diese Weise kann die Entwicklungsplanung in Davos zukunftsorientiert gestaltet und - ähnlich wie in St. Moritz - eine nachhaltige Wirkung für die einheimische Bevölkerung erzielt werden.
Gegenüber der ursprünglichen Planungsvariante am See kann im Rahmen der neuen Projektideen mit erheblichen Minderausgaben gerechnet werden. Diese neue Planungsvariante konnte noch nicht vertieft analysiert werden und ist daher weder im aktuellen Organisations- und Durchführungsbudget noch in der Beurteilung des volkswirtschaftlichen Nutzens enthalten.
1.8.4 Verkehr
Aus der Perspektive der Verkehrsbewältigung stellt die Durchführung der olympischen Winterspiele eine grosse Herausforderung dar: zum einen wegen der grossen Anzahl von Besuchern, Teilnehmern, Betreuern, Funktionären und Medienvertretern, zum andern wegen der besonderen geografischen Gegebenheiten (nur wenige überörtliche Zufahrtsmöglichkeiten, Bahn und Strasse mit vergleichsweise geringer Massenleistungsfähigkeit). Die Abwicklung des Flugverkehrs kann demgegenüber mit der bestehenden Infrastruktur (Flughafen Zürich resp. München oder Mailand) ohne nennenswerte Probleme bewältigt werden.
Die Machbarkeitsstudien zum Verkehr zeigen auf, dass die überörtlichen Transporte von Personen und Gütern von und nach den Veranstaltungsorten während der olympischen Spiele mit dem öffentlichen Verkehr gewährleistet werden können. Dabei wurden hinsichtlich des Verkehrsaufkommens und der Herkunft der Gäste Szenarien gewählt, die zu einem maximalen Verkehrsaufkommen führen. So wurde bei den Berechnungen unterstellt, dass alle Zuschauer als Tagesgäste morgens zur Veranstaltung anreisen und abends wieder zurückreisen.