Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 52 Seiten
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Person aufgrund von Rasse, Religion, Politik, Geschlecht oder aus anderen Gründen ist mit der Zugehörigkeit zur olympischen Bewegung unvereinbar.
Von zentraler Bedeutung ist das gegenseitige Verständnis im Geiste von Freundschaft, Solidarität und Fairplay. Ziel der olympischen Bewegung ist es, die Bestrebungen für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben der Nationen zu unterstützen, indem die Jugend durch sportliche Betätigung im Einklang mit den olympischen Werten erzogen wird. Die Prinzipien der Olympischen Charta entsprechen über weite Strecken den Grundprinzipien schweizerischer Staatlichkeit: nämlich direkte Demokratie, Föderalismus und Konkordanz nach innen sowie Neutralität und Humanität nach aussen.
1.2.3 Die olympische Bewegung in der Schweiz
Die ersten olympischen Spiele der Neuzeit fanden 1896 in Athen statt. Damals reiste der Turner Louis Zutter aus Neuenburg privat nach Athen und gewann als erster Schweizer eine Goldmedaille. Das «Schweizerische Olympische Comité» (SOC) wurde schliesslich 1912 durch das Schweizer IOC-Mitglied Godefroy de Blonay gegründet. Im Jahre 1920 nahm erstmals eine offizielle Delegation der Schweiz an den olympischen Spielen in Antwerpen teil.
Auf der Grundlage eines 1923 unterzeichneten Vertrags beauftragte der «Schweizerische Landesverband für Leibesübungen» (SLL) das SOC, inskünftig die Teilnehmer für die olympischen Spiele auszuwählen und Delegationen zusammenzustellen. Heute selektioniert Swiss Olympic die Sportlerinnen und Sportler, welche die Schweiz an olympischen Spielen vertreten. Als Dachverband des Schweizer Sports ist es die zentrale Aufgabe von Swiss Olympic, die 83 Mitgliedverbände der Sommer- und Wintersportarten in allen Belangen ihrer Aktivitäten zu fördern und zu unterstützen.
1.3 Olympische Winterspiele in der Schweiz
1.3.1 St. Moritz 1928 und 1948
Nachdem die Niederlanden als Durchführungsort der olympischen Sommerspiele 1928 auf die Organisation der Winterspiele verzichtet hatten, wurde die Schweiz mit St. Moritz als Austragungsort gewählt. Insgesamt nahmen 464 Sportlerinnen und Sportler aus 25 Nationen an den Winterspielen 1928 in der Schweiz teil. Damals wurden 14 Medaillensätze in den Sportarten Ski (Langlauf, Skisprung, nordische Kombination), Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Bob, Skeleton und Eishockey vergeben. 39 832 Zuschauerinnen und Zuschauern besuchten die Wettkämpfe; 330 Medienvertreter aus 27 Ländern berichteten aus St. Moritz.
Die Veranstalter verfügten über ein Budget von 70 000 Franken. Der Bund unterstützte die Durchführung der Spiele mit einem Beitrag von 40 000 Franken. Aus dieser Zeit stammen sowohl die Skisprungschanze, auf der bis 2006 regelmässig internationale Wettkämpfe durchgeführt wurden, als auch die Bob- und Skeletonbahn, die bis heute jeden Winter für nationale und internationale Wettkämpfe genutzt wird. Letztere verfügt über ein einmalige internationale Reputation, handelt es sich doch weltweit um die einzige verbliebene Natureisbahn.