Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2012/94: Bundesbeschluss über das zweite Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz und über die Freigabe der Mittel · 71 Seiten

Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 22Fedlex · Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2. Programmbotschaft Engpassbeseitigung / G242-0699

lidierte Ergebnisse vorliegen, wird weiterhin vom "alten" Projekt zur Engpassbeseitigung ausgegangen.

1.4 Fortschreibung des ersten Programms zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz

1.4.1 Aktualisierte Analyse der Engpässe

1.4.1.1 Methodisches Vorgehen

Aktualisierte Entwicklung der Bevölkerung und der Arbeitsplätze führt zu einer weite-

ren Verschärfung der Engpasssituation

Aus der aktualisierten Engpassanalyse gehen die Abschnitte hervor, auf denen zukünftig regelmässig mit Kapazitätsproblemen zu rechnen ist. Die Engpassanalyse basiert im Wesentlichen auf den Angaben des Nationalen Personenverkehrsmodells des UVEK. Dieses Modell wurde im Hinblick auf die zweite Programmbotschaft wegen der inzwischen vom BFS nach oben korrigierten Entwicklung der Bevölkerung und der Arbeitsplätze angepasst.

Vom Bevölkerungswachstum besonders betroffen sind der Bogen entlang des Genfersees, der Grossraum Zürich sowie die Agglomeration Basel. Weitere stärkere Entwicklungen werden entlang der N1 zwischen Olten und Baden, im Raum Luzern – Zug, entlang der N6 zwischen Thun und Bern sowie in den Agglomerationen Fribourg, Yverdon und Lugano erwartet. Die zusätzlichen Arbeitsplätze konzentrieren sich vor allem auf die Städte Genf, Lausanne, Bern und Zürich. Die angepasste Entwicklung der Bevölkerung und der Arbeitsplätze hat eine direkte Auswirkung auf das zukünftige Verkehrsaufkommen und somit auf die Engpassproblematik im Nationalstrassennetz.

Im aktualisierten Nationalen Personenverkehrsmodell ebenfalls berücksichtigt ist die Wirkung der gesicherten Massnahmen im Agglomerations- und im öffentlichen Verkehr auf das erwartete Verkehrsaufkommen im Nationalstrassennetz.

Erneute Unterteilung der Engpässe in drei Stufen

Die ermittelten Engpässe auf dem Nationalstrassennetz für den Prognosezustand 2030 werden erneut drei Problemstufen zugeordnet.

Auf einem Abschnitt der Problemstufe I übersteigt die Verkehrsbelastung die verfügbare Kapazität um bis zu 10 Prozent. Auf den betroffenen Strecken kommt es bereits bei kleinsten Störungen zu Stockungen im Verkehrsfluss und zu Stau. Der betroffene Abschnitt ist im Durchschnitt während ein bis sieben Stunden pro Woche überlastet.

Auf Abschnitten der Problemstufe II beträgt die Überlastung 10 bis 20 Prozent. Auf diesen stark überlasteten Abschnitten treten stockender Verkehr und Staus bereits täglich während ein bis zwei Stunden auf.

Nationalstrassen der Problemstufe III sind um mindesten 20 Prozent überlastet. Auf den betroffenen Abschnitten wird es täglich während zwei bis vier Stunden zu Staus und stockendem Verkehr kommen.