Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/94: Bundesbeschluss über das zweite Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz und über die Freigabe der Mittel · 71 Seiten
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Vernehmlassung 2. Programmbotschaft Engpassbeseitigung / G242-0699
1.3.3.3 Konkretisierung der Projekte der Module 2 und 3 Vertiefung bereits festgelegter und konsolidierter Projekte zur Engpassbeseitigung im Rahmen von generellen Projekten
Im Anschluss an die erste Programmbotschaft hat das ASTRA für die bereits zum damaligen Zeitpunkt inhaltlich unbestrittenen Projekte zur Engpassbeseitigung Luterbach – Härkingen, Bypass Luzern (inkl. der Erweiterung Nord und der Ergänzung Süd), 2. Röhre des Fäsenstaubtunnels in Schaffhausen und Engpassbeseitigung Crissier, Phase 2 die Planungen im Rahmen von generellen Projekten weiter konkretisiert. Das generelle Projekt für den Abschnitt Luterbach – Härkingen steht kurz vor dem Abschluss. Für die drei anderen Projekte wird die technische Bearbeitung bis 2014 andauern.
Neun Vertiefungsstudien zur Festlegung der zielführendsten Projekte zur Engpassbesei-
tigung
Auf verschiedenen Nationalstrassenabschnitten war die zielführendste Lösung zur Engpassbeseitigung nach der Verabschiedung der ersten Programmbotschaft noch nicht bekannt. Auf einigen dieser Abschnitte reichte der Planungsstand für das Auslösen des generellen Projekts nicht aus. Auf anderen Abschnitten bestanden unterschiedliche Auffassungen zwischen Bund und den betroffenen Kanton. Auf diesen Abschnitten hat das ASTRA inzwischen insgesamt neun Vertiefungsstudien durchgeführt.
Im Rahmen dieser Studien hat das ASTRA passende Lösungen erarbeitet und in Abstimmung mit den betroffenen Kantonen, Regionen, Städten und Gemeinden die am besten geeignete Lösung festgelegt. Basis dafür bildeten eine umfassende Analyse der Problemsituation, die Erarbeitung und schrittweise Eingrenzung des möglichen Variantenspektrums sowie eine detaillierte Bewertung der erfolgversprechendsten Lösungsansätze.
Ergebnisse der Vertiefungsstudien
Die Ergebnisse der durchgeführten Vertiefungsstudien werden nachfolgend zusammengefasst. Für weitergehende Informationen wird auf den Anhang 2 verwiesen.
Die beiden für den Raum Genf durchgeführten Studien zeigen, dass die Engpässe zwischen der Verzweigung Perly und Nyon einzig mit einer Erweiterung der bestehenden Nationalstrasse gelöst werden können. Die vom Kanton Genf eingebrachte neue Seequerung leistet keinen Beitrag zur Lösung dieser Kapazitätsprobleme. Hingegen bietet sie interessante Perspektiven für die Entwicklung der linken Seeuferseite, und sie trägt zur dringend erforderlichen Entlastung der Innenstadt von Genf vom Verkehr bei.
Im Raum Morges – Lausanne erfolgt die Engpassbeseitigung mit einem neuen Netzelement zwischen Morges und Villars-Ste-Croix. Die Ergebnisse der Projektstudie bestätigen die Aussagen aus der ersten Programmbotschaft: eine Erweiterung der bestehenden Nationalstrasse im Raum Morges ist aus verkehrlichen und städtebaulichen Gründen nicht zielführend. Inzwischen liegen konkrete Vorstellungen für die Linienführung der neuen Nationalstrasse vor.