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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten
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tionen auf neue Filmprojekte), die Auswirkungen auf die Unabhängigkeit und die Kontinuität des Schweizer Filmschaffens sowie die Wirksamkeit des Begutachtungssystems.
Herausforderungen
Die Digitalisierung des Filmmarkts von der Produktion über die Projektion bis zur Langzeitarchivierung sowie die rasante Veränderung des Medienkonsumverhaltens sind prägende Einflussfaktoren für den Schweizer Film bzw. die Vielfalt des Filmangebots. In den nächsten Jahren werden Filme vermehrt über Onlineplattformen bezogen und auf mobilen Geräten konsumiert. Trotzdem wird das klassische Kino auch in Zukunft noch eine Rolle als gemeinschaftliches Filmtheatererlebnis spielen. Die Filmförderung muss sich diesen Herausforderungen stellen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind anzupassen, um neben der Kinoauswertung auch neue Formen der Filmdistribution in allen Sprachregionen der Schweiz zu ermöglichen.
Daneben spielen die Filmfestivals in der Schweiz eine immer wichtigere Rolle für die Angebotsvielfalt, die Promotion, die Vermittlung sowie die Lancierung von Filmen. Festivals sind ein internationaler Marktplatz (z. B. für Verkauf von Lizenzen an ausländische Fernsehstationen) und gleichzeitig ein wesentlicher Bestandteil der Filmkultur in der Schweiz. Sie vermitteln einem breiten Publikum Filme, die aufgrund ihrer künstlerischen Ausrichtung oder ihrer Länge (Kurzfilme zum Beispiel) in den Kinos kaum gezeigt werden.
Trotz Präsenz an internationalen Filmfestivals und der regelmässigen Auszeichnung mit renommierten Preisen schaffen es einheimische Filme bis auf wenige Ausnahmen nicht, im ausländischen Markt Fuss zu fassen. Einer der Hauptgründe dafür ist die zu schmale Basis an Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren, welche einheimische Geschichten in einen universellen Spielfilmstoff einarbeiten können. Ein gutes Drehbuch ist die Basis jeden Films, und die Förderung der entsprechenden Kompetenzen bedarf daher der besonderen Pflege.
Im Einzelnen stellen sich für die Periode 2016–2019 folgende Herausforderungen:
– Filmherstellung: Der Bund fördert nur (Ko-)Produktionen, die einen hinreichenden «Schweizbezug» aufweisen. Dieser ergibt sich primär aus der Besetzung (u. a. Produzent, künstlerisches und technisches Personal). Mit der Qualifikation als Schweizer Film oder als Schweizer Koproduktion ist jedoch nicht garantiert, dass der betreffende Film auch tatsächlich in der Schweiz hergestellt und eine entsprechende wirtschaftliche Wertschöpfung erzielt wird. So ist es zum Beispiel ohne Weiteres möglich, dass ein vom Bund geförderter Film vollständig im Ausland abgedreht wird.
– Neue Vertriebskanäle: Die Verschiebung des Filmkonsums auf Online-Kanäle verlangt neue gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche die Vielfalt und Qualität des Filmangebots in der Schweiz in allen Sprachregionen auch weiterhin gewährleisten.
– Drehbuchförderung im Spielfilm: Wichtigste künstlerische Grundlage jedes Spielfilms ist das Drehbuch. Zu wenig Schweizer Spielfilme schaffen den erfolgreichen Sprung über die Sprach- und Landesgrenzen. Diesem Umstand ist bei der Förderung des Nachwuchses gezielt und in Kooperation aller Akteure der Filmförderung Rechnung zu tragen.
– Kontinuität: Die Rahmenbedingungen für das Schweizer Filmschaffen müssen verbessert werden, damit professionelle Filmschaffende regelmässig Filmprojekte realisieren und ihre beruflichen Erfahrungen in einem nationalen und internationalen Umfeld vertiefen können. Das effiziente Zusammenspiel zwischen den Förderinstrumenten des Bundes, aber auch zwischen den weiteren Förderungen der nationalen