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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten
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2.2 Kultur und Gesellschaft
2.2.1 Museen und Sammlungen
Ausgangslage
Die rund 1 000 Museen in der Schweiz betreuen ein vielfältiges und bedeutendes Kultur- und Kunstgut. Der Bund nimmt in der Schweizer Museumslandschaft eine wichtige Rolle ein. Erstens führt er eigene Museen und Sammlungen, allen voran die Gruppe des SNM; zweitens unterstützt er Museen, Sammlungen und Netzwerke Dritter mit finanziellen Beiträgen; drittens regelt er den Handel und Verkehr mit Kunst und Kulturgütern. Alle diese Aufgaben werden im vorliegenden Kapitel behandelt.
Bundeseigene Museen und Sammlungen
Das BAK betreibt vier bundeseigene Museen und mehrere bedeutende Sammlungen von Kunst- und Kulturobjekten (Klostermuseum St. Georgen in Stein am Rhein, Museum der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur, Museo Vincenzo Vela in Ligornetto und Museum für Musikautomaten in Seewen, Bundeskunstsammlung, Sammlung der Gottfried Keller-Stiftung und weitere Sammlungen).
Die in der Kulturbotschaft 2012–2015 für die bundeseigenen Museen und Sammlungen formulierten Ziele konnten erreicht werden.
– Gottfried Keller-Stiftung: Der Ankaufsetat der Gottfried Keller-Stiftung konnte wesentlich aufgestockt werden, was den Ankauf von Kunstwerken erlaubt, die für die Schweiz wichtig sind. Die Betreuung der Sammlung wurde ins BAK integriert und mit der Verwaltung der Bundeskunstsammlung zusammengelegt. Damit ist eine effizientere und kostengünstigere Betreuung der Sammlung sichergestellt.
– Klostermuseum Sankt Georgen in Stein am Rhein: Das bis 2011 von der Gottfried Keller-Stiftung betriebene Klostermuseum wurde in die Gruppe der vom BAK direkt geführten bundeseigenen Museen eingliedert.
– Personal- und Finanzetat: Durch die Externalisierung gewisser Dienstleistungen (Sicherheit, Aufsicht, Hausdienst, Kasse usw.) konnte der Personal- und Finanzetat des BAK entlastet werden.
Schweizerisches Nationalmuseum
Die Häuser des SNM sind ein beliebter Ort für die Aneignung von Wissen über die Geschichte unseres Landes. Diese Vielseitigkeit und Gegenwärtigkeit erfordert eine thematisch anziehende und abwechslungsreiche Ausstellungsplanung sowie die Vernetzung mit in- und ausländischen Kooperationspartnern.
Die Dauerausstellungen der Museen des SNM zeigen die kulturhistorische Entwicklung der Schweiz von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart, dies jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten ihrer permanenten Ausstellungseinrichtungen. Wechselausstellungen, die zwischen drei bis vier Monate präsentiert werden, ergänzen die permanenten Einrichtungen. In allen drei Museen sind die Profile der Wechselausstellungen geschärft und teilweise neu ausgerichtet worden, was die Attraktivität der Häuser erhöhte und hohe Publikumsfrequenzen nach sich zog. In der Periode 2012–2015 wurden besondere Anstrengungen im Bereich der Vermittlung unternommen, namentlich für Schülerinnen und Schüler. In Kooperation mit Pädagogischen Hochschulen engagiert sich das SNM schliesslich bei der Weiterbildung von Lehrkräften von Volks- und Berufsfachschulen sowie Gymnasien.