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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten
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Ziele und Massnahmen
Bundeseigene Museen und Sammlungen
In seiner Antwort auf das Postulat 12.4055 (Bulliard-Marbach) erklärte sich der Bundesrat bereit zu prüfen, auf welche Weise die Bestände der Bundeskunstsammlungen sowie der Sammlung der Gottfried Keller-Stiftung der daran interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnten. Nach einer Evaluation verschiedener Varianten kommt der Bundesrat zum Schluss, dass in einem ersten Schritt die wichtigsten Werke der Bundeskunstsammlung sowie der Sammlung der Gottfried Keller-Stiftung der Öffentlichkeit auf digitalem Weg vorgestellt werden sollen («Virtuelle Nationalgalerie»).
In Bezug auf das Klostermuseum Sankt Georgen in Stein am Rhein wird 2016–2019 ein Ausstellungskonzept erarbeitet und umgesetzt, das die Besucherinnen und Besucher in den Alltag sowie in die intellektuellen, spirituellen und wirtschaftlich-ökonomischen Tätigkeiten einer mittelalterlichen Mönchgemeinschaft einführen soll. Das Klostermuseum ist im Rahmen der im BAK verfügbaren Betriebskredite mit passenden Kunst- und Kulturobjekten, mit entsprechenden Einbauten sowie mit digitalen, multimedialen und interaktiven Einrichtungen und Geräten auszustatten. Weiter soll das Klostermuseum in Absprache mit den Kantonen Schaffhausen, Thurgau und Zürich sowie mit den benachbarten deutschen Gemeinden in ein attraktives kulturtouristisches Angebot miteinbezogen werden.
Schweizerisches Nationalmuseum
Ein Meilenstein ist die Gesamtsanierung und Erweiterung des Landesmuseums Zürich. Weit über hundert Jahre ist der mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Museumsbau von Gustav Gull aus dem Jahr 1898 nicht substanziell saniert worden. Die mit den Immobilienbotschaften 2004, 2006, 2008 und 2013 in Auftrag gegebene Gesamtsanierung und Erweiterung des Landesmuseums Zürich bietet dem ersten und ältesten Museum des Bundes die Chance einer Neupositionierung: In drei Etappen werden die Bausubstanz und Museumsinfrastruktur des über hundertjährigen Altbaus in Zürich auf das Niveau der Bauten des Forums Schweizer Geschichte Schwyz und des Château de Prangins gehoben. Die Wiedereröffnung des Flügels der ehemaligen Kunstgewerbeschule und die Einweihung des vorgelagerten Neubaus sind für den Sommer 2016 geplant. Das Museum wird dank der neuen und zeitgemässen Infrastruktur eine Ausstellungsprogrammierung und ein Zusatzangebot für die gesamte Bevölkerung anbieten können: im Neubau in den neuen Wechselausstellungsräumen temporäre Ausstellungen, welche die Vielfalt der Schweiz und ihrer Gesellschaft repräsentieren, im sanierten Altbau ein neues Studienzentrum, das mit den kantonalen Archiven und Museen, der Fonoteca, der NB oder der Cinémathèque vernetzt werden soll. Die neuen Angebote sollen das Interesse aller Besuchersegmente an Geschichte wecken. Der Altbau wird das Museum dank umfassender Sanierung in seiner Geschichte neu verankern, der Neubau wird es in die Zukunft versetzen können.
Ein weiteres Infrastrukturvorhaben betrifft die Zusammenlegung der bisher zwei Standorte des Sammlungszentrums in Affoltern am Albis. Die entsprechende Planung wird bis 2019 abgeschlossen sein.
Beiträge an Museen, Sammlungen und Netzwerke Dritter
In Bezug auf die an dreizehn Drittinstitutionen ausgerichteten Betriebsbeiträge sind in der Förderperiode 2016–2019 keine Änderungen geplant: Die Auswahl der Finanzhilfeempfänger wie auch die Höhe der einzelnen Betriebsbeiträge bleibt damit unverändert. Dagegen ist in der Periode 2016–2019 eine umfassende Evaluation der bisherigen Förderung geplant. Der Bund wird insbesondere prüfen, welche konkreten Wirkungen und Resultate die Be-