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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten

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einsatz und kann unter den gegebenen Bedingungen nur für Einzelfälle erbracht werden. Die im Rahmen der Energiewende angestrebten beschleunigten Bewilligungsverfahren sowie die zunehmende Bedeutung der Sach- und Richtplanung werden deshalb eine Fokussierung und Priorisierung im Bereich der gutachterlichen Tätigkeit bedingen.

- Vermittlung, Wissen und Forschung: Die hohe gesellschaftliche Bedeutung der Kulturerbeerhaltung und ihre Instrumente und Regeln müssen besser vermittelt werden. Der Bund setzt deshalb einen Schwerpunkt «Öffentlichkeitsarbeit und Wissen». Über die Tätigkeiten und Instrumente von Denkmalpflege und Archäologie muss differenziert informiert werden, was mit gezielter Unterstützung von entsprechenden Projekten und folgenden Massnahmen verbessert werden soll:

Kommunikation: Der Bund entwickelt in Koordination mit den Kantonen eine gesamtschweizerische Kommunikationsstrategie und unterstützt entsprechende Vermittlungs- und Sensibilisierungsprojekte.

Nachwuchsförderung: Der Bund verstärkt sein Engagement im Bereich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Wissensförderung: Der Bund verstärkt seine Unterstützung für praxisrelevante Forschungsprojekte und den interdisziplinären Wissenstransfer. In diesem Zusammenhang übernimmt das BAK vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) auch die Förderung der Edition «Die Kunstdenkmäler der Schweiz» der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK).

- Zusammenarbeit mit Kantonen, Organisationen und weiteren Partnern: Viele aktuelle Fragestellungen, die den Bereich beschäftigen, sind übergreifender Natur und von gesamtschweizerischer Bedeutung. Eine koordinierte Zusammenarbeit staatlicher und privater Partner erlaubt die Nutzung von Synergien, vermeidet Doppelspurigkeiten und führt mithin zu breit abgestützten und anerkannten Resultaten. Das BAK pflegt deshalb bereits heute einen regen Austausch insbesondere mit und zwischen den Fachstellen für Archäologie und Denkmalpflege der Kantone und Städte, den Universitäten und Hochschulen sowie interessierten Organisationen. In der nächsten Förderperiode soll die horizontale Koordination der Partner noch verstärkt werden.

- Internationales: Das BAK bleibt international im Bereich des Kulturerbes ein relevanter und engagierter Partner und vertritt die Interessen der Schweiz in der multi- und bilateralen Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich des Welterbes der UNESCO. In der nächsten Förderperiode revidiert das BAK in Zusammenarbeit mit dem BAFU und dem EDA die Schweizer Liste indicative für das UNESCO-Welterbe und koordiniert allfällige neue Kandidaturen für die Liste des Welterbes (Kultur).

Zeitgenössische Baukultur

Bauen als kulturelle Leistung versteht den Umgang mit dem historischen Bestand und das zeitgenössische Schaffen als Einheit. Neben den Zielen für Denkmalpflege und Archäologie strebt eine umfassende Förderung von Baukultur die nachhaltige Gestaltung der gesamten gebauten Umwelt, eine ressourcenschonende und biodiversitätsfördernde Bauweise, die Schaffung von Lebensraum von hoher Qualität, die Weiterentwicklung der Landschaft unter Wahrung ihres Charakters und die Stärkung der kulturellen Identität an. Eine hohe Baukultur trägt damit direkt zum sozialen Zusammenhalt bei, namentlich in urbanen Gebieten. Baukultur berührt sämtliche raumwirksamen Tätigkeiten, vom handwerklichen Detail über energie-