Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2013/146: Verordnung über die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung · 84 Seiten
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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori
kurzfristig kaum einstellen.
Die geplante Verordnung ist unfair, unausgewogen und erhöht die kantonalen Einkom-
mensunterschiede, statt diese anzugleichen. Die Ärztegesellschaft Thurgau lehnt die
Verordnung in der vorliegenden Version deshalb ab.
Die Aargauer Hausärzte begrüssen die Initiative des Bundesrates. Auch (…) [sie] sind ArgoDoc der Meinung, dass der Tarifeingriff, analog Schreiben von Hausärzte Schweiz vom 17.
Januar 2014, zeitlich befristet sein soll. Endziel muss eine rasche Gesamtrevision des
Tarmed sein. Die Aargauer Hausärzte distanzieren sich klar und vehement von der
schriftlichen Stellungnahme des Aargauischen Ärzteverbands.
Als Gruppierung von hausärztlichen Gruppenpraxen bedauern wir, dass sich die Tarif- Ärztezentren partner nicht am Verhandlungstisch finden konnten. Deutsch-Grundsätzlich begrüssen wir die Aufwertung der Hausarztmedizin durch die Massnah- schweiz men des Bundesrates und erklären uns mit den Massnahmen zur Umsetzung einver-
standen.
Grundsätzlich begrüssen wir die finanzielle Unterstützung der Hausarztmedizin. Dass AGSZ diese aber kostenneutral zulasten der Spezialisten gehen soll, ist weder aus rechtlicher
noch aus wirtschaftlicher Perspektive akzeptabel.
In Ihrer Begründung für den Eingriff geben Sie, Herr Bundesrat, an, dass Sie aufgrund
der Datenlage keine einzelnen Leistungsziffern beurteilen können. Das heisst, dass Sie
die Sachgerechtigkeit der aktuellen Tarifstruktur nicht beurteilen können. Damit ist Ihr
geplanter Eingriff gesetzeswidrig.
Das Schweizer Gesundheitswesen auf höchstem technischem und ethischem Niveau
unter der Voraussetzung der Kostenneutralität erhalten zu wollen, ist die Quadratur des
Kreises.
Der Verordnungsentwurf zur Gegenfinanzierung setzt diesen historischen Fehler der AGZ Kostenneutralität fort und nimmt damit in Kauf, dass genau das Gegenteil erreicht wird,
als mit Art. 43 Abs. 5bis KVG bezweckt wird. Die Verordnung repariert nämlich nicht ei-
nen nicht mehr sachgerechten Zustand der Tarifstruktur sondern verstärkt diesen Zu-
stand sogar noch: durch eine willkürliche Reduktion von Tarifpositionen, die in erster Li-
nie zu Lasten von Spezialärzten erfolgt und dazu führt, dass ein medizinisch-techni-
scher Fortschritt nicht mehr sachgerecht im Tarif abgebildet werden kann.
Aus Sicht der Hausärztinnen und Hausärzte ist dieser unbefriedigende Eingriff als zeit-
lich befristete Lösung akzeptabel. Aus Sicht der betroffenen Spezialärzte muss die Re-
duktion der im Verordnungsentwurf angeführten „Technischen Leistungen“ aber abge-
lehnt werden. Sie stellt auch nach der Einschätzung der AGZ einen bundesrechtswidri-
gen, weil nicht sachgerechten, ordnungspolitischen Eingriff in die Tarifstruktur des TAR-
MED dar. Die AGZ empfiehlt daher dringend, anstelle der Reduktion der „Technischen
Leistungen“ bis zum Abschluss der Tarifrevision eine andere, zeitlich befristete Über-
gangslösung zur Finanzierung der benötigten CHF 200 Mio. zu wählen.
En améliorant globalement de 200 millions la situation des médecins de premier re- AMG cours, le Conseil fédéral fait un pas dans la bonne direction. Le principe de cette revalo-
risation est à saluer et à soutenir, même si celle-ci s’inscrit dans le court terme.
La revalorisation de la médecine de premier recours ne doit absolument pas se faire
dans la « neutralité des coûts », qui n’a strictement aucune base actuelle, ni aucune rai-
son d’être prise comme principe sur ce sujet-là.
Telle qu’elle est prévue dans l’ordonnance, l’intervention du Conseil fédéral est mala-
droite en ceci qu’elle a pour effet – voulu ? – de diviser les médecins. Cette intervention
unilatérale ne peut qu’amener à des incohérences et des blocages.
En résumé, l’AMG soutient pleinement la volonté de réévaluation des médecins de pre-
mier recours, mais elle ne peut accepter son financement linéaire et technocratique. Par
sa proposition de financement inappropriée et contraire aux principes de l’économie
d’entreprise, l’autorité fédérale risquerait de prendre une mesure qui ferait des assu-
reurs les seuls gagnants, alors que les patients paieront davantage de leur poche et
que les médecins, toutes spécialités confondues, seront loin d’une réelle revalorisation
par rapport aux amputations et sacrifices acceptés depuis des années. C’est pourquoi
l’AMG demande au Conseil fédéral de renoncer au financement projeté de la revalorisa-
tion provisoire de la médecine de famille et d’étudier rapidement un financement alter-
natif en pleine concertation avec la FMH.