Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2013/17: Totalrevision des Gütertransportgesetzes; Gesamtkonzeption zur Förderung des Schienengüterverkehrs in der Fläche · 108 Seiten

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Anschlussgleis Anschlussgleis

Freiverlad / Freiverlad /

KV-Terminal KV-Terminal

Abbildung 10: Schematische Darstellung von Ganzzugsverkehren

Bei kleineren Wagengruppen mit identischem Abgangs- und Zielort ist die effizienteste oder günstigste Transportart nicht immer offensichtlich. Das System EWLV ist auf eine gute Auslastung angewiesen. So wird die SBB Cargo AG ihren Kunden oft ein Transport innerhalb des EWLV-Systemverkehrs anbieten. Für andere Bahnanbieter kann sich für dieselbe Wagengruppe unter Umständen bereits ein Ganzzug rechnen. Die "Volatilität" solcher Transporte, für die sowohl der EWLV als auch Ganzzüge eine mögliche Transportlösung darstellen, ist auch ein Grund für die Schwierigkeit, das System EWLV dauerhaft auszulasten.

Abbildung 11 zeigt das Verhältnis zwischen Wagenladungsverkehr und kombiniertem Verkehr, gemessen in Tonnen. Diese Abbildung verdeutlicht die Wichtigkeit der konventionellen Wagenladungen. Auch wenn die Wachstumschancen für den KV grösser sind, transportiert der WLV/EWLV im Schienengüterverkehr in der Fläche heute mit Abstand die grösseren Mengen. Hier unterscheidet sich das Gewicht der verschiedenen Produktionsformen grundsätzlich vom internationalen Schienengüterverkehr auf den Nord-Süd-Achsen durch die Schweiz, wo der KV mittlerweile eine dominante Rolle spielt.

1'000 Transportaufkommen Schiene 2010

Netto-t Kombinierter Verkehr sowie (Einzel-)Wagenladungsverkehr/Ganzzugsverkehr

30'000

25'000

20'000

Kombinierter Verkehr 15'000

EWLV/WLV/ 10'000 Ganzzüge

5'000

0

Binnen Import Export Transit

Quelle: BFS

Abbildung 11: Transportaufkommen Güterverkehr in der Fläche nach Produktionsart