Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/17: Totalrevision des Gütertransportgesetzes; Gesamtkonzeption zur Förderung des Schienengüterverkehrs in der Fläche · 108 Seiten
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terwagen verladen. Beispiele sind Kesselwagen für Flüssigkeiten wie Öl, Schüttgutwagen für Landwirtschaftsprodukte, offene Güterwagen für die Entsorgung von Schrott und andere schwere Güter oder Güterwagen zum Transport neuer Strassenfahrzeuge. Ergänzend dazu verkehren auch so genannte Schiebewandwagen, in die das Transportgut meist palettiert eingeladen wird.
Kombinierter Verkehr (KV): Den KV kennzeichnen normierte Transportbehälter für den multimodalen Transport. Güterwagen im kombinierten Verkehr sind für den Transport von Containern, Sattelaufliegern oder Wechselbrücken sowie auch ganze schwere Motorfahrzeuge (inkl. dem Transport der Fahrer in einem Begleitwagen) geeignet. Diese Transportgefässe sind für den Transport auf verschiedenen Verkehrsträgern (Wasser, Strasse, Schiene) geschaffen. Sie sind darum oft in ihrer Grösse normiert.
Unterscheidung nach Transportsystem
System EWLV: Einzelne Eisenbahnwagen oder Wagengruppen werden aus Anschlussgleisen oder ab Freiverladeanlagen gebündelt, zu Zügen formiert und in Rangierbahnhöfe geführt, wo neue Züge je nach Bestimmungsregion zusammengestellt werden. Am Bestimmungsbahnhof werden sie wieder als einzelne Wagen oder Wagengruppen in Anschlussgleise, an Freiverlade oder Terminals verteilt. Im System EWLV können sowohl Wagenladungen wie auch Wechselbehälter (z.B. im so genannten 'Swiss Split') transportiert werden.
Anschlussgleis Anschlussgleis
Rangierbahnhof
Freiverlad Freiverlad
Regional-
bahnhof
KV-Terminal KV-Terminal
Abbildung 9: Schematische Darstellung des Systems EWLV
Ganzzüge (Direktverkehr): Ganzzüge verkehren als Einheit vom Abgangsanschlussgleis zum Zielanschlussgleis oder vom Abgangsterminal zum Zielterminal im KV. Sind regelmässig grosse Mengen an Gütern vom Abgangsort zum Zielort zu transportieren, werden die Verkehre bisweilen in so genannten 'Shuttle-Zügen' abgewickelt, d.h. die Zugskompositionen bleiben zwischen den Transporten unverändert. Dies ermöglicht eine kostengünstige Produktionsweise.