Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/27: Reform der Altersvorsorge 2020 · 212 Seiten
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kungen aufweist, sondern auch einen erheblichen Einfluss auf die finanzielle Entwicklung der AHV ausübt.
Grafik 1-2
Wanderungssaldo (1970 - 2030)
120'000
100'000
80'000
60'000
40'000
20'000
0
1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2020 20252030
-20'000
Szenario A09-2010
-40'000 Szenario A17-2010
Szenario A18-2010
-60'000 Beobachteter Wanderungssaldo
-80'000
Die Entwicklung des Wanderungssaldos zeigt, wie stark und wie rasch sich dieser Parameter in der Schweiz geändert hat. Innert weniger Jahre kann ein positiver Wanderungsüberschuss von über 100 000 auf Null zurückgehen oder gar negativ werden, wenn die Zahl der Auswanderungen die Einwanderung übersteigt. 2008 standen 184 000 Einwanderungen 86 000 Auswanderungen gegenüber, und der Wanderungssaldo hatte mit 98 000 fast wieder den Wert von 1960 erreicht. Schon vier Jahre später, 2012, war er demgegenüber mit 45 000 weniger als halb so gross.
Bei der Berechnung der finanziellen Perspektiven der AHV wird dem Wanderungssaldo besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Nicht nur die hohe Volatilität, sondern auch die Ausbildung und Erwerbstätigkeit der Zugewanderten beeinflussen die Einnahmen der AHV erheblich. In den letzten 20 Jahren sind besonders viele, gut qualifizierte Arbeitskräfte eingewandert. Sie erzielen in der Regel ein hohes Einkommen und entrichten entsprechend hohe Beiträge an die AHV. Auch unter Berücksichtigung der erworbenen Rentenansprüche verbleibt ein positiver Saldo der Beiträge zugunsten der AHV. Die folgende Grafik zeigt das Umlageergebnis der AHV mit und ohne Beiträge der zugewanderten Arbeitskräfte. Bereits 1992 wäre das Umlageergebnis negativ geworden und unter gleich bleibenden Bedingungen wären seither die Ausgaben der AHV immer höher gewesen als die Einnahmen. Selbst der zusätzliche Mehrwertsteuerprozentpunkt, welcher seit 1999 dem AHV-Fonds zufliesst, hätte nicht ausgereicht, um das Umlageergebnis auszugleichen.