Bericht NRP
Vernehmlassung 2014/40: Änderung der Verordnung über die Gewährung von Steuererleichterungen im Rahmen der Regionalpolitik · 53 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 20Fedlex · Erläuternder Bericht
Credit Suisse Economic Research
Abbildung 13
Diskussion der möglichen Indikatoren zur Regionalentwicklung
Sämtliche Indikatoren auf Gemeindeebene (Gemeindestand 1.1.2014, 2'352 Gemeinden)
Begründung Quelle/weitere Bemerkungen Periodizität Beurteilung
Bevölkerungs- Zeigt die Wachstumsdynamik der BFS Jährlich Vorteile:
entwicklung Gemeinde auf Für Zeitvergleiche werden die Werte der - Aussage über die Attraktivität als
2002-2012 ESPOP verwendet (bis 2010). Wohnort
Entwicklung des Gemeinden mit stark steigender Alters- BFS, Volkszählung 2000 Ab 2010 Vorteile:
Alterslastquotienten last können als strukturschwach be- BFS, STATPOP 2012 (i.e. Registererhebung jährlich, vorher - Aussage über Attraktivität als
2000-2012 zeichnet werden (Mangel an Arbeits- Volkszählung 2012) im 10-Jahres- Wohnort für Einwohner im Erwerbsalter
kräften, Bevölkerungsrückgang bei Rhythmus
Aktiven)
Migrationsquote Zeigt die Attraktivität als Wohnort BFS, ESPOP. Migrationssaldo in Prozent der Jährlich Nachteile:
Jahre 2002-2012 Einwohner 2000 - Korreliert mit Bevölkerungsentwicklung Anteil der Bevölkerung Im Gegensatz zur Alterslast werden hier BFS, STATPOP Ab 2010 Nachteile:
im Erwerbsalter auch Einwohner unter 20 Jahren jährlich, vorher - Teilweise redundant mit Alterslastquotient 2012 betrachtet im 10-Jahres-
Rhythmus
Bevölkerungsprognose Die heutige Bevölkerungsstruktur, Credit Suisse Economic Research Jährlich Vorteile:
2010-2020 Annahmen zur Fertilität und Mortalität - Aussage über Wachstumsaussichten
sowie eine Modellschätzung zur Migra- - CS prognostiziert die Entwicklung auf Getion erlauben es, die künftige demogra- meindeebene
phische Entwicklung abzuschätzen. Nachteile
- Keine Werte aus der öffentlichen Statistik verfügbar
Beschäftigungsent- Gemeinden mit rückläufiger oder BFS Eidg. Betriebszählung 1998-2008 nach Bis 2011 im Vorteile:
wicklung schwacher Beschäftigungsentwicklung Arbeitsstätten. Beschäftigte vollzeitäquivalent 3-Jahres- - Aussage über Dynamik einer Gemeinde als 1998-2008 gelten als strukturschwach. Rhythmus, in Wirtschaftsstandort
Zukunft jährlich Nachteile:
- Alte Werte. STATENT ab 2011 auf Gemeindestufe nicht mit BZ bis 2008 vergleichbar. Wertschöpfung pro Die Bruttowertschöpfung pro Beschäf- Modell der regionalen Verteilung von Credit Jährlich Vorteile:
Beschäftigten tigten drückt die Produktivität der Suisse erstellt auf Basis div. Datenquellen. - Bestmögliche Aussage über Strukturstärke 2011 ansässigen Branchenstruktur aus. Sie Wichtigste Basisdaten: BFS, BIP der Kantone der ansässigen Branchen
kann somit ähnlich dem Bruttoinland- 2011, Produktionskonto nach Branchen 2011 - Beste Näherung des BIP (Analog zu staatl. produkt pro Beschäftigten die Struktur- Weitere Datenquellen: Beihilfen mit regionaler Zielsetzung der EU) stärke oder –schwäche einer Gemeinde - Wüest&Partner: Immobilienpreise pro Ge- Nachteile
zeigen. meinde, hedonische Schätzung - Keine Werte aus der öffentlichen Statistik
- BFS, Lohnstrukturerhebung - Keine Zeitreihen möglich
Rate der Unterneh- Neben der Beschäftigungsentwicklung BFS, Unternehmensdemographie Jährlich Vorteile:
mensgründungen zeigt die Gründungsrate das Erneue- Betrachtet wird die Anzahl der durch Neugrün- - Erneuerungsvermögen der Branchenstruktur 2002-2011 rungsvermögen der Branchenstruktur. dungen geschaffenen Stellen im Verhältnis zur - Zeigt die durch Strukturwandel geschaffene
In attraktiven und strukturstarken Beschäftigung am Anfangszeitpunkt (Betriebs- Stellenzahl
Gemeinden ist die Zahl der Neugün- zählung 2001). Die Rate wird als geometri- Nachteile:
dungen höher als in strukturarmen. sches Mittel über die Jahre 2002-2011 ausge- - Die Bestandesdauer der neu gegründeten drückt. Unternehmen kann nicht gezeigt werden. Verhältnis Beschäftigte Identifikation Arbeitsplatz-armer Ge- BFS, ESPOP Bis 2011 im Vorteile:
pro Einwohner meinden. Hauptziel der Steuererleichte- BFS, Betriebszählung 2008 3-Jahres- - Identifiziert Gemeinden, welche sich nicht als 2011 rungen ist die Schaffung von Arbeits- Rhythmus, in Beschäftigungszentrum etabliert haben
plätzen. Zukunft jährlich Nachteile:
- "Wohngemeinden" sind nicht unbedingt als strukturschwach zu bezeichnen
Chancen-Risiken-Profil Messung der strukturellen Stärken und Modell von Credit Suisse Economic Research, Jährlich Vorteile:
Branchenstruktur Schwächen der Schweizer Wirtschafts- detaillierte Dokumentation: Credit Suisse - Zeigt mittelfristige Perspektiven der ansässi-2014 zweige. Darstellung in regionalisierter Branchenhandbuch 2014 gen Branchen
Form auf Basis der Branchenstruktur Weitere Datenquellen: Nachteile:
in der jeweiligen Gemeinde oder Regi- - BFS, Betriebszählung 2008, STATENT - Keine Werte aus der öffentlichen Statistik on. Der Indikator stellt die mittelfristigen 2011, BESTA verfügbar
Perspektiven dar.
Reineinkommen pro Wohlstandsindikator. Gemeinden mit Eidg. Steuerverwaltung. Statistik der direkten Jährlich Vorteile:
Kopf der Bevölkerung einem hohen Wohlstand können im Bundessteuer, natürliche Personen. Normalfäl- - Wohlstandsindikator
Mittelwert 2000/2010 Fall von branchenseitiger Struktur- le und Sonderfälle mit einer Belastung durch die - Werte aus öff. Steuerstatistik
schwäche eher aus eigener Kraft direkte Bundessteuer. Nachteile:
Entwicklung des Rein- reformieren. - Nicht sehr aktuell
einkommens pro Kopf - Datenprobleme bei "alten" Daten (teilw. un-2000/2001 – terschiedliche Abgrenzungen je nach Jahr 2009/2010 und Kanton)
- Datenprobleme auf Gemeindestufe (Anfälligkeit auf "Ausreisser")
Arbeitslosenquote Hohe Arbeitslosigkeit kann Ausdruck SECO, Registrierte Arbeitslose auf Gemeinde- Vorteile:
Durchschnitt der strukturellen Schwäche sein ebene (Wohnort) im Verhältnis zur Erwerbsbe- - Unabhängig von der Konjunktur
2000-2013 (Arbeitsmarkt bietet nicht genügend völkerung 2000. Mittelwert der Jahresdurch- Nachteile:
Stellen) schnitte über mehrere Jahre. - Wohnort und Arbeitsort selten identisch
- Wegzug "reduziert" Arbeitslosigkeit, v.a. in ländlichen Zentren
Quelle: Credit Suisse