Bericht NRP

Vernehmlassung 2014/40: Änderung der Verordnung über die Gewährung von Steuererleichterungen im Rahmen der Regionalpolitik · 53 Seiten

Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 24Fedlex · Erläuternder Bericht

Credit Suisse Economic Research

In Abbildung 14 sind Korrelationen zwischen den vorgeschlagenen Indikatoren dargestellt. Naturgemäss sind die Indikatoren der Bevölkerungsstruktur stärker korreliert, etwa die altersbezogenen Indikatoren und das Bevölkerungswachstum. Des Weiteren finden sich Parallelitäten zwischen dem Chancen-Risiken-Profil, der Wertschöpfung und dem Verhältnis von Arbeitsplätzen zur Bevölkerung. Einkommensniveau, Alter und Einkommenswachstum sind ebenfalls korreliert.

Basierend auf diesen Überlegungen schlagen wir die untenstehende Auswahl und Gewichtung der Teilindikatoren vor (Abbildung 15). Insgesamt wird die Wirtschaftsentwicklung mit 50% am stärksten gewichtet. Die Bevölkerungsentwicklung fliesst insgesamt mit 20% ein, für die Einkommenssituation verbleiben 25%, für die Arbeitslosigkeit 5%. Einige vorgeschlagene Teilindikatoren werden aufgrund von Überschneidungen mit anderen Variablen, Vorbehalten seitens der eingesetzten Expertengruppe des Bundes gegenüber der Unabhängigkeit der verwendeten Erhebungs- und Berechnungsmethode sowie der oben genannten Nachteile wieder verworfen.

Wie in der Vergangenheit werden die Teilindikatoren standardisiert. Dies auf Basis des Schweizer Durchschnitts sowie der Standardabweichung auf Ebene der Schweizer Gemeinden. Anschliessend werden die Teilindikatoren mit dem Gewichtungsfaktor multipliziert und zum Gesamtindikator der Strukturschwäche summiert. Dieser stellt dann das Ranking dar, auf dessen Basis die Varianten zur Abgrenzung der Untersuchungsräume erstellt werden.

Für die Zentren mit suburbanen Räumen wird ein äquivalentes Verfahren gewählt. Diese werden als Einheit betrachtet, um unterschiedliche Resultate innerhalb eines zusammengehörigen Raums zu vermeiden. Die vom ARE als suburban eingestuften Gemeinden wurden nach Typ dem jeweiligen Zentrum zugeordnet. Für die Berechnung des Indikators der Strukturschwäche wird folgendes Verfahren gewählt: die Werte jedes Teilindikators werden auf Ebene des jeweiligen Raums aggregiert berechnet. Der für die gesamte Einheit gültige Gesamtindikator der Strukturschwäche errechnet sich dann gleich wie auf Gemeindestufe als gewichtetes Mittel der Teilindikatoren.

Abbildung 15

Auswahl und Gewichtung der Teilindikatoren

Werte auf Gemeindeebene

Einfluss auf Teilindikator Gewichtung Datenquelle Strukturschwäche

Bevölkerungswachstum 2000 - 2012 p.a. Negativ 5% BFS

Bevölkerungsentwicklung Entwicklung Alterslastquotient 2000-2012 Positiv 5% BFS

Migrationsquote 2000-2012 Negativ 10% BFS

Beschäftigungsentwicklung 1998-2008 Negativ 20% BFS

Bruttowertschöpfung pro Beschäftigten 2011 Negativ 10% Credit Suisse

Wirtschaftsentwicklung

Rate der Neugündungen 2002-2011 Negativ 5% BFS

Verhältnis Beschäftigte zur Bevölkerung 2011 Negativ 15% BFS

Reineinkommen pro Kopf, Durchschnitt 2009/2010 Negativ 15% ESTV

Einkommenssituation

Entwicklung Reineinkommen, 2000/2001-2009/2010 Negativ 10% ESTV

Arbeitslosigkeit Arbeitslosenquote Durchschnitt 2000-2013 Positiv 5% SECO

Summe 100%

Quelle: Credit Suisse

Die meisten Teilindikatoren können grundsätzlich in einem jährlichen Rhythmus aktualisiert werden. Mit den jüngsten Entwicklungen der öffentlichen Statistik gilt dies zukünftig auch für die Eidgenössische Volkszählung (Struktur- und Registererhebung) sowie für die Eidgenössische Betriebszählung (bzw. STATENT), welche eine zentrale Basis der Berechnung darstellen. Die Frage, wie oft die Berechnung des Gesamtindikators der Strukturschwäche und damit die Festlegung der Anwendungsgebiete aktualisiert werden soll, wird also nur schwach durch Restriktionen bei der Verfügbarkeit der darunterliegenden Statistiken beeinflusst. Gleichwohl handelt es sich bei den betrachteten Grössen hauptsächlich um Strukturindikatoren, welche von Jahr zu Jahr erfahrungsgemäss nur geringen Veränderungen ausgesetzt sind. Aus dieser Sicht wird die Analyse vornehmlich auf mehrjährigen Durchschnitten abgestützt. Um die Festlegung der An-