Bericht NRP
Vernehmlassung 2014/40: Änderung der Verordnung über die Gewährung von Steuererleichterungen im Rahmen der Regionalpolitik · 53 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 23Fedlex · Erläuternder Bericht
Credit Suisse Economic Research
mit reiner Wohnfunktion und ohne Zentrumswirkung wäre der Vergleich schwieriger, da an solchen Orten nicht unbedingt ein Arbeitsplatzangebot erwartet werden kann, das über die Bereitstellung von Grundbedürfnissen hinausgeht.
Eine zentrale Rolle kommt der Variable Bruttowertschöpfung pro Beschäftigten zu. Aufgrund des unterschiedlichen wirtschaftlichen Wertschöpfungspotentials in den einzelnen Branchen erlaubt der Einbezug dieses Teilindikators die durchschnittliche Produktivität an einem Standort zu schätzen. Er bringt die Strukturschwäche der ansässigen Branchen zum Ausdruck und hat somit eine zentrale Bedeutung. Strukturschwache Gemeinden sind von wertschöpfungsarmen Branchen geprägt, etwa von der Landwirtschaft. Dem gegenüber stehen strukturstarke Gemeinden, die hochproduktive Branchen beherbergen, etwa Rohstoffhandel oder Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Seit Dezember 2012 sind aus der öffentlichen Statistik für die Jahre 2008 bis 2010 Werte des Bruttoinlandprodukts auf Kantonsebene verfügbar. Mit der Betriebszählung 2008 liesse sich ein kantonales BIP pro Beschäftigten berechnen. Aufgrund der teilweise beträchtlichen Heterogenität der Kantone ist die Verwendung dieser Werte für den hier betrachteten Indikator der Strukturschwäche nicht zielführend, da Werte auf Gemeindestufe benötigt werden. Aus diesem Grund wird auf die von Credit Suisse Economic Research entwickelte Methode der regionalen Bruttowertschöpfung pro Beschäftigten zurückgegriffen. Diese Masszahl basiert auf den kantonalen BIP- bzw. Wertschöpfungszahlen und einer Kombination von weiteren öffentlichen Statistiken (u.a. Produktionskonto der Branchen, Eidgenössische Betriebszählung/STATENT) und vermag die Produktivität auf die Ebene der Gemeinden herunterzubrechen.
Abbildung 14
Korrelationsmatrix der untersuchten Indikatoren
Korrelationen im Betrag grösser als 0.3 sind fett markiert. Grundeinheit: Wert auf Gemeindeebene.
Bevölkerungswachstum 1.00 Alterslastquotient 2010 -0.45 1.00 Entwicklung 0.06 -0.16 1.00 Alterslastquotient Migrationsquote 0.87 -0.29 0.17 1.00 Anteil Bev 20-64 2010 0.17 -0.66 0.10 0.15 1.00 Bev Prognose bis 2020 0.83 -0.32 0.08 0.73 0.12 1.00 Beschäftigte 1998-2008 0.06 -0.06 -0.03 0.08 0.04 0.06 1.00 Wertschöpfung pro Beschäf- 0.23 -0.08 -0.14 0.21 0.18 0.19 -0.01 1.00 tigten 2009 Neugündungsrate 0.24 -0.23 -0.04 0.16 0.16 0.20 0.04 0.25 1.00 Verhältnis Arbeitsplätze zu 0.05 -0.04 -0.03 0.04 0.17 0.02 0.12 0.25 0.00 1.00 Bevölkerung 2008 Chancen-Risiken-Profil 0.22 -0.09 -0.07 0.20 0.13 0.16 0.06 0.48 0.23 0.39 1.00 Branchen Reineinkommen pro Kopf 0.29 -0.22 -0.23 0.24 0.23 0.27 0.05 0.28 0.24 0.07 0.30 1.00 Entwicklung Reineinkommen 0.04 -0.39 0.04 0.00 0.25 0.06 0.03 -0.11 0.11 -0.10 -0.07 0.39 1.00 Arbeitslosenquote 0.30 -0.04 0.00 0.31 0.12 0.23 0.03 0.41 0.18 0.29 0.37 0.07 -0.34 1.00 2000-2010 Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse