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Vernehmlassung 2014/65: Totalrevision der Technischen Verordnung über Abfälle (TVA) · 53 Seiten

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handenen Überwachungsergebnisse (z.B. Resultate von Sickerwassermessungen und

Grundwasserbeprobungen).

Im Weiteren soll eine Vorhersage zur Entwicklung des Deponiesystems und den damit Vorhersage Entwicklung verbundenen Emissionen vorgenommen werden. Das bedeutet auch, dass auf ein soli-

des Monitoring, welches auch Anhaltspunkte für Prognosen liefert, nicht verzichtet

werden kann. Zum Umfang eines solchen Monitorings wird im Kapitel 4 eingegangen.

Die Bewertung der resultierenden Untersuchungsergebnisse stellt dann den abschlies-

senden Teil der Gefährdungsabschätzung dar.

2.4 Ablauf

Die Gefährdungsabschätzung gliedert sich in drei Stufen, welche sich hinsichtlich Ab-

klärungstiefe unterscheiden und welche nicht zwangsläufig alle durchlaufen werden

müssen. Mit diesem Vorgehen kann der Aufwand für die Gefährdungsabschätzung in

Grenzen gehalten werden, ohne jedoch Einbussen in der Qualität der Beurteilung in

Kauf nehmen zu müssen. Die Untersuchungen der jeweiligen Stufe bauen immer auf

den Ergebnissen der vorhergehenden Stufe und auf zusätzlichen Abklärungen auf.

1. Bei der Vorprüfung steht die Erfassung des Zustands der Deponie im Zentrum der Vorprüfung Abklärungen, um den Standort der Deponie, das Abfallinventar, das technische Sys-

tem und die Emissionen beschreiben und bewerten zu können.

Ziel: Identifizierung von nachweislich unkritischen Deponien.

2. Zur Grobprüfung sind detailliertere Informationen zum Abfallinventar, zum Stand- Grobprüfung ort, zum Aufbau und Zustand der technischen Systeme, zum Wasserhaushalt, zum

Umfeld der Deponie und zu den vorhandenen Überwachungsergebnissen auszuwer-

ten. Für die abschliessende Beurteilung ist eine Deponiebegehung unerlässlich.

Ziel: Identifizierung der kritischen Elemente, die möglicherweise am Ende der

Nachsorgephase einen umweltverträglichen Zustand in Frage stellen (qualitative

und semiquantitative Prüfung).

3. Die Detailprüfung ist eine gutachterliche Arbeit mit vertiefter Erkundung und Prog- Detailprüfung nosen, welche auf semiquantitativen Modellierungen beruhen.

Ziel: Detaillierte, quantitative Bewertung der kritischen Elemente inklusive Progno-

sen für den Zeitraum nach Ende der Nachsorgephase.