Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/18: Nationale Strategie Sucht · 26 Seiten
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Kritisiert wird, dass die im Bericht verwendeten Begriffe (z.B. Sucht, Suchterkrankungen, Abhängigkeit) zu wenig klar definiert sind. Zudem werden die gesamtgesellschaftlichen Ansätze und das Umfeld der Betroffenen zu wenig berücksichtigt.
Zu Frage 1.2: Problemlage: Teilen Sie die Einschätzung der Problemlage und der sich stellenden Herausforderungen?
Die Einschätzung der Problemlage und der sich stellenden Herausforderungen werden geteilt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass auf zukünftige Problemfelder zu wenig Fokus gelegt wird.
Zu Frage 1.3: Mehrwert: Welches ist der Mehrwert der Strategie für Ihre Organisation, generell?
Aus Sicht der Kantone bietet die Strategie einen guten Orientierungs- und Handlungsrahmen. Als Mehrwert werden vor allem die Stärkung der Kooperation und die Nutzung von Synergien sowie das Wissensmanagement eingestuft.
Zu Frage 1.4: Gibt es aus Ihrer Sicht Lücken? Wenn ja, welche?
Unklarheit besteht vor allem gegenüber der Finanzierung der Massnahmen und bezüglich der Weiterführung der bestehenden Finanzierungsquellen. Zudem wünschen sich einige Kantone eine Priorisierung der Ziele und Massnahmen und nähere Angaben zur Rollenverteilung und den Erwartungen an die Kantone. Unsicherheit bereitet die Unklarheit über die Schnittstellen zur NCD-Strategie.
Zu Frage 2: Die Strategie als Orientierungsrahmen: Die Strategie soll es dem Bund, den Kantonen und weiteren Akteuren ermöglichen, partnerschaftlich Lösungen / Massnahmen mit Blick aufs Ganze zu entwickeln und aufeinander abgestimmt umzusetzen. Bietet Ihnen die Strategie ausreichend Anknüpfungspunkte für Ihre eigene Arbeit? Wenn ja, welche Inhalte sind besonders hilfreich? Wenn nein, was fehlt aus Ihrer Sicht?
Für die eigene Arbeit werden die Strukturierung der Handlungsfelder und die aufbereiteten Daten zum Suchtbereich in der Schweiz als hilfreich erachtet. Gewünscht werden jedoch zusätzliche konzeptionelle Angaben für die Umsetzung sowie konkretere Anknüpfungspunkte.
Zu Frage 3: Unterstützung: Unterstützen Sie die vorliegende Strategie Sucht? warum nicht? Bitte kommentieren
Die Frage nach der generellen Unterstützung der Strategie Sucht wurde wie folgt
beantwortet:
Insgesamt stimmen 23 Kantone der Strategie und ihrer Ausrichtung zu.
Ihre Zustimmung gaben die Kantone Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell
Innerrhoden, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern,
Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Tessin und Thurgau.
Eine Zustimmung mit Empfehlung erhält die Strategie Sucht von den Kantonen Bern,
Schaffhausen, Solothurn, Uri, Waadt und Wallis. Die Kantone Genf, Zug und Zürich lehnen die Strategie Sucht mit Vorbehalten ab. Sie halten fest, dass ihnen eine abschliessende Beurteilung erst mit dem Vorliegen näherer Informationen zu den Massnahmen und den Schnittstellen zur NCD-Strategie möglich sei.
Anhörungsbericht Nationale Strategie Sucht, August 2015