Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2015/45: Bundesbeschluss über die finanziellen Mittel für die Landwirtschaft in den Jahren 2018-2021 · 58 Seiten

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Ausgangslage

entwickelten westlichen Wirtschaftsmächte wie die USA und die EU bedeutende Akteure bleiben, ihr relatives Gewicht wird jedoch abnehmen. Die sich abzeichnende Verschiebung der Kräfteverhältnisse hat vor allem wirtschaftliche Gründe (Handel, Investitionen, Innovationen oder Technologietransfer). Wegen dieser zunehmend multipolaren Weltordnung dürften die geopolitischen Instabilitäten tendenziell zunehmen.

Nationale Dimension

Die Schweiz ist aufgrund ihrer vielfältigen Verflechtungen mit dem Ausland auf stabile politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen angewiesen. Insbesondere mit der EU als weitaus wichtigstem Handelspartner der Schweiz ist ein geregeltes und stabiles Verhältnis von prioritärer Bedeutung. Der Bundesrat strebt den Erhalt und eine Erneuerung des bilateralen Wegs an. Damit soll der Zugang der Schweizer Wirtschaft zum europäischen Markt weiterhin gesichert werden. Vor dem Hintergrund der Abstimmung vom 9. Februar 2014 „Gegen die Masseneinwanderung“ hat die Debatte über die Gestaltung der Beziehungen mit der EU an Wichtigkeit gewonnen.

Wirtschaftswachstum

Internationale Dimension

Die globale Wirtschaftsleistung hat sich in den letzten 40 Jahren vervierfacht. Die OECD geht in ihren Prognosen davon aus, dass die Weltwirtschaft bis zum Jahr 2050 jährlich um 3,5 Prozent weiter wachsen wird. Die Wachstumsraten werden in den Entwicklungs- und Schwellenländern deutlich höher liegen als in den entwickelten Ländern. Deshalb werden die Wohlfahrtsunterschiede zwischen den Ländern sinken.

Nationale Dimension

Auch in der Schweiz wird aufgrund der weltweit positiven wirtschaftlichen Aussichten mit einem weiteren Wirtschaftswachstum gerechnet. Die Wachstumsraten werden jedoch weiterhin deutlich unter den Werten der Entwicklungs- und Schwellenländer liegen. Dieses Wachstum wird aber nicht kontinuierlich sein. Es wird beeinflusst sein durch innere und äussere Änderungen der Rahmenbedingungen und deshalb von Jahr zu Jahr schwanken.

Klimawandel

Internationale Dimension

Die globalen Oberflächentemperaturen sind zwischen 1880 und 2014 um rund 0,85°C gestiegen, was u.a. auf den verstärkten Ausstoss von Treibhausgasen zurückgeführt wird. Verbunden mit dem Klimawandel sind neben dem Temperaturanstieg auch Veränderungen beim Niederschlag (regional) und eine Zunahme von Extremwetterereignissen. Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht davon aus, dass die Temperatur bis 2035 global in jedem Fall um 0,3 bis 0,7°C gegenüber heute steigen wird. Tendenziell wird die Niederschlagsmenge in trockenen Regionen ab- und in den feuchteren Regionen zunehmen. Der Klimawandel wird sich deshalb regional unterschiedlich auf die landwirtschaftlichen Erträge auswirken. Während in den Tropen und Subtropen tendenziell ein ungünstigeres Klima herrschen wird, profitieren die mittleren Breiten tendenziell von besseren Klimabedingungen. Aufgrund des Klimawandels wird es häufiger zu Wetterextremen (Dürren, Starkniederschlägen) kommen.

Nationale Dimension