Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten
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Kapitel 3: Umsetzung der Strategie
3.1 Stufenkonzept
62 Organisationen äussern sich zur Frage des Stufenkonzepts, davon beurteilen nur eine geringe Anzahl (4) das Stufenkonzept als nicht zielführend, es gibt jedoch zahlreiche Hinweise und Anregungen betreffend der Ausgestaltung und Umsetzung.
7%
32%
zielführend
nur teilweise zielführend
nicht zielführend
61%
Abbildung 5: «Wie beurteilen Sie das Stufenkonzept zur Priorisierung von gebietsfremden Arten?»
Ablehnend äussern sich ERFA, SSV und VSSG, die das Stufenmodell als nicht sinnvoll aufgebaut da die 5 Stufen inhaltlich nicht konsistent und zu spezifisch seien und keine passende Eingliederung möglicher zukünftiger Arten erlauben. SVNF und SVU bezweifeln, dass das Stufenkonzept die in es gesetzten Erwartungen erfüllen wird, da es mit seiner groben Einteilung der Arten nicht erlaubt, konkrete Massnahmen und Prioritäten abzuleiten. AI empfindet das Stufenmodell als nicht zielführend da es kein Verbot zum Verkauf, Handel und Inverkehrbringen von invasiven gebietsfremden Arten vorsieht.
Die Kantone GE, GR, KVU, OW und ZH möchten, dass vor der definitiven Einteilung der Einstufung Arten in das Stufenkonzept, dies den Kantonen noch einmal zur Konsultation vorgelegt wird. GE, SVS und TG würden einige Beispiele von Arten in den einzelnen Stufen begrüssen und die SBB fordert, dass die konkreten Arten gemäss dem Stufenkonzept eingestuft werden bevor die Strategie publiziert wird. FSKB möchte das Stufenkonzept zwar anpassen, denkt aber dies sollte erst nach der Publikation der Strategie geschehen.
SCNAT möchte eine klarere Beschreibung der einzelnen Stufen und VD erachtet es als wichtig, dass die Einstufung von Experten und in Absprache mit der EU erfolgt und SVS wünscht sich eine klarere Beschreibung welche Dringlichkeit den einzelnen Stufen zugeordnet wird. ProNatura, PronaturaGR, WVS und WWF fordern klare Bekämpfungsziele und Indikatoren und klare Definitionen von Schaden für eine einheitliche Einstufung. InfoFlora und KOLAS geben zu bedenken, dass auch eine Kosten-Nutzen-Analyse ausschlaggebend für eine Einstufung sein kann. JardinSuisse bemerkt, dass eine Einteilung von Pflanzen in die einzelnen Stufen nicht eindeutig machbar sein wird und Definitionen wie «grosser Schaden für die Umwelt» oder Einschätzungen wie «Tilgung möglich/nicht möglich» problematisch sind.
Für die Kantone AG, AI, AR, BE, FR, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SO, TG, UR und Dimensionen Zeit ZG sowie SCNAT, Agroscope, INH, JardinSuisse, KBNL, KOLAS, ProNatura, ProNatu- und Raum raGR, SVNF, SVU und WWF (insgesamt 26 Akteure) fehlen die Dimensionen Zeit und Raum im Stufenkonzept, da die Ressourcen nicht ausreichen um alle Arten gleichzeitig zu bekämpfen. Es Braucht also eine Priorisierung und Koordination auch nach diesen Dimensionen.