Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 37Fedlex · Ergebnisbericht

3.2 Organisation und Zusammenarbeit

Nur eine geringe Anzahl an Organisationen (5 von insgesamt 64) beurteilen die Definition der Verantwortlichkeiten zur Umsetzung als nicht zielführend. Zur konkreten Ausgestaltung der Rollen und dem Einbezug der verschiedenen Akteure gibt es jedoch vielfältige Rückmeldungen.

8%

Verantwortlichkeiten sind sinnvoll 42% Verantwortlichkeiten sind nur teilweise sinnvoll 50% Verantwortlichkeiten sind nicht sinnvoll

Abbildung 6: «Sind aus Ihrer Sicht die Verantwortlichkeiten zur Umsetzung der Strategie sinnvoll definiert?»

Die Kantone AG, BE, FR, GR, JU, LU, OW, SG, VD, VS, ZG und ZH sowie KVU, SVNF Rollenteilung allgemein und SVU (insgesamt 15 total) beschreiben die vorgestellte Rollenteilung grundsätzlich als sinnvoll, wobei Centre Patronal, FSKB, GE und NSP die Verantwortlichkeiten in der Strategie als zu wenig geklärt sehen. NSP kritisiert, dass nicht klar wird wie verbindlich die Strategie für die verschiedenen Akteure ist und AG möchte wissen, inwieweit die kantonalen Strategien und die nationale Strategie harmonisiert werden sollen.

a+ und VSGP weisen darauf hin, dass die Koordination zwischen Bund und Kantonen unbedingt verbessert werden muss und auch FSKB sieht die Koordination als das wichtigste Ziel dieser Strategie. BL sieht eine Zusammenarbeit auch als Sinnvoll an, eine Verschiebung von Zuständigkeiten jedoch nicht. Für Agora sollten v.a. die öffentlichen Akteure mehr in die Pflicht genommen werden da invasive gebietsfremde Arten viel häufiger auf öffentlichem als auf privatem Boden auftreten.

ERFA, SSV und VSSG denken, dass die grosse Verteilung der Verantwortlichkeiten an die Kantone und Gemeinden einer effizienten Umsetzung der Massnahmen nicht förderlich ist. a+ ist der Meinung dass die Delegation des Vollzugs an diverse Behörden hinterfragt werden sollte, da diese Behörden oft bereits aufgrund der Sparmassnahmen voll ausgelastet sind. Für FSKB werden zu viele Massnahmen pauschal an alle vergeben.

CSCF, Karch, ProNatura, ProNaturaGR, SVS, VSSG und WWF begrüssen die stärkere Rolle des Bundes Rolle des Bundes in der vorliegenden Strategie und denken, dass sie sogar noch grösser sein könnte. Auch ERFA, SSV, UFSG und VSSG sind der Meinung, dass der Bund den Lead übernehmen soll bei der Bekämpfung von invasiven gebietsfremden Arten.

AG, GR, KOLAS, OW, LU und ZG kritisieren, dass der Bund seine Verantwortung in der Vergangenheit nicht wahrgenommen hat und hoffen, dass dies in Zukunft mehr der Fall sein wird. GR, KVU, OW, SBV, SG, SH, TG und ZH möchten klarer definiert sehen, dass der Bund für die Umsetzung der Massnahmen der Strategie auf den Grundstücken des Bundes verantwortlich ist (Nationalstrassen, Bahnen etc.).