Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten
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zu klein. AR, GR, KBNL, KOLAS, NW und ZG sind der Meinung, dass bei einem Verbot von invasiven gebietsfremden Arten die Kosten mit der Zeit sinken werden. AI sieht die Möglichkeit, dass mit gesetzlichen Anpassungen die Kosten stark steigen werden, UFSG sieht den kurzfristigen Unsicherheitsfaktor im Auftreten einer neuen Art.
ERFA, SSV, VS, VSSG, WVS plädieren für eine grösstmögliche Deckung der Kosten über das Verursacherprinzip und SG, SVNF und SVU schlagen vor, die Möglichkeit für den vermehrten Einsatz von Arbeitskräften aus dem zweiten Arbeitsmarkt in der Strategie zu berücksichtigen. GE, SVNF und SVU sehen die Sicherstellung der Ressourcen als eine klare Aufgabe des Bundes und der Kantone, FSKB möchte, dass die Wirtschaftlichkeit als Ziel mehr Beachtung findet in der Strategie. KOLAS und ZG sehen es als unrealistisch, dass insbesondere Massnahmen 3-1.1 bis 3-2.2 ohne erheblichen zusätzlichen Ressourcenaufwand bewältigt werden können und SBB möchte wissen, was in etwa der gesamte Ressourcenbedarf zur Bekämpfung auf Niveau Schweiz sein wird.
Die Kantone AG, AR, FR, GR, LU, NW, SG, TG, UR und ZG sowie FSKB, KOLAS, Fokus der Ressourcen Prométerre und SBV (insgesamt 15 Akteure) sehen es als wichtig an, dass die Ressourcen eher für den Vollzug als für die Erarbeitung von Grundlagen, Controlling und Berichterstattung ausgegeben werden, da vieles von dem schon besteht oder am Laufen ist. Auch BE, SVNF und SVU sehen die Gefahr, dass die Ressourcen in verwaltungslastige Bereiche investiert werden und KOLAS möchte den Koordinationsaufwand auf das notwendigste begrenzt sehen.
EAWAG und InfoFlora möchten, dass Ressourcen vermehrt in Prävention anstelle von Bekämpfung investiert werden, SVNF und SVU sehen eine grössere Investition vom Staat in die Privatwirtschaft als wichtigen Ansatz.
3.4.1 Bund
Eine Mehrheit der Akteure erachtet die Einschätzung der zusätzlich notwendigen Res- Finanzieller Ressourcen-
bedarf Bund
sourcen für den Bund als zu tief, Prométerre und SBV erachten die Einschätzung als zu hoch wobei viele Akteure angeben, keine genauen Angaben zum Ressourcenbedarf des Bundes machen zu können.
AG, BL, ERFA, GL, GR, OW, ProNatura, ProNaturaGR, SSV, SVS, VSSG, WWF und ZG (13 Akteure) fehlt eine Erwähnung woher die zusätzlich benötigten Ressourcen für den Bund kommen sollen. Agroscope, CSCF, ERFA, InfoFlora, INH, Karch, SH, SSV und VSSG erachten es als wichtig, dass zusätzlich benötigte Mittel nicht aus bestehenden Naturschutzbudgets genommen werden. Die Kantone GR, KVU, OW und ZH schlagen vor, dass das BAFU bei einem Ressourcenengpass Aufgaben wie Kommunikation und Harmonisierung den Kantonen abgeben könnte und ERFA, SSV und VSSG möchten, dass ein Fonds analog dem VASA-Altlasten-Fonds zur Sicherstellung genügend Ressourcen geschaffen wird.
Die Kantone AG, AR. BE, GL, LU, OW, SO, SH, TG, UR, VD, ZG und ZH sowie KPSD, Rolle des Bundes KVU, SVNF und SVU (insgesamt 17 Akteure) sind der Meinung, dass der Bund ein stärkeres finanzielles Engagement aufbringen muss als bisher in der Strategie vorgesehen. AR und KOLAS denken, dass v.a. die zuständigen Ämter für Strassen und Bahnen mit genügend Ressourcen ausgestattet werden müssen und GE möchte im Detail geklärt sehen, ob neben dem BAFU auch z.B. das BLW und die SBB in den Berechnungen inbegriffen sind.
Die Kantone AI, AR, GE, GR, LU, OW, SH, SZ, ZG und ZH sowie KBNL, KOLAS, KPSD, KVU, SVS, ProNatura, ProNaturaGR und WWF (insgesamt 18 Akteure) erachten es als nicht zielführend, wenn der Bund zuerst die Bekämpfung in national bedeutenden Biotopen vorantreibt, da diese punktuelle Bekämpfung durch die Einfuhr von immer neuen invasiven gebietsfremden Arten über die Verbreitungswege sogar zu Mehrkosten für die Kantone und andere führen kann.