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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 46 Seiten
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Die gemeinsame Einreichung von Forschungsgesuchen durch einen Sportverband und eine Forschungsinstitution scheint auf den ersten Blick eine mögliche Lösung darzustellen. In einer solchen Partnerschaft stehen sich allerdings unterschiedliche Interessen gegenüber. Während die Forschungsinstitution die wissenschaftliche Verwertung der Daten in Form einer Publikation anstrebt, will sich der Verband mit den anwendungsorientierten Erkenntnissen mindestens kurzfristig einen Vorteil gegenüber der internationalen Konkurrenz verschaffen. Entsprechend ist das Interesse des Verbands an einer Publikation eher gering.
Neben den mangelnden Ressourcen und Kompetenzen der Verbände stellt auch die hohe Anzahl von leistungsbestimmenden Faktoren der Sportarten eine grosse Herausforderung dar. Forschung und Innovation müssen im Leistungssport mit multidisziplinären Ansätzen betrieben werden. Die dem BASPO im Rahmen der Ressortforschung zur Verfügung stehenden Mittel reichen nicht aus, die Verbände in der Bearbeitung relevanter Fragen des Leistungssports wesentlich zu unterstützen. Im internationalen Vergleich geniesst die Sportwissenschaft in der Schweiz nicht die Bedeutung wie in anderen im Leistungssport erfolgreichen Nationen.