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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 46 Seiten

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6.2.2 Trainerbildung

Die Trainerbildung Schweiz ist ein Kooperationsprojekt zwischen Swiss Olympic, Sportverbänden und dem BASPO. Die in Magglingen angesiedelte zentrale Stelle für Fragen der Trainerbildung entwickelt Ausbildungsgefässe, koordiniert die Anliegen der verschiedenen Ansprechpartner im In- und Ausland und ist bestrebt, die Arbeits- und Berufssituation der Trainer zu verbessern. Die sportartspezifischen Leiterausbildungen im Rahmen des Förderprogramms „Jugend+Sport“ bilden die Basis und den Ausgangspunkt für die höchsten Ausbildungsstufen, deren Berufsqualifikationen vom SBFI anerkannt sind. Mit diesen 2003 verliehenen Berufsanerkennungen wurde ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur gesellschaftlichen Anerkennung des Trainerberufs erreicht.

Im Jahre 2008 wurde auf tertiärer Stufe mit dem Masterlehrgang Spitzensport der Eidg. Hochschule für Sport in Magglingen EHSM ein Angebot geschaffen, das Trainerpersonen zusätzliche Aus- und Weiterbildungsperspektiven eröffnet. Dessen ungeachtet bleiben die Entwicklungsperspektiven für viele Trainerpersonen unbefriedigend. Dies kommt unter anderem ebenfalls in der hohen Fluktuationsrate zum Ausdruck und führt in den Verbänden periodisch zu grossen Wissensverlusten.

6.3 Infrastrukturen und Sportveranstaltungen

6.3.1 Trainings- und Wettkampfanlagen

Im internationalen Vergleich verfügt die Schweiz über ein qualitativ hochstehendes Infrastrukturangebot für den Schul- und Breitensport. In den meisten Gemeinden stehen den Vereinen und der Öffentlichkeit zugängliche Sportanlagen zur Verfügung. Bau und Betrieb von Sportanlagen werden vorab von den Gemeinden und Kantonen aus dem öffentlichen Haushalt finanziert. Bei der Erstellung werden deshalb die Interessen unterschiedlichster Nutzergruppen und Sportarten berücksichtigt. Entsprechende Kompromisslösungen decken die Bedürfnisse des Breitensports in der Regel ausreichend ab, genügen aber den Anforderungen des Leistungssports nur beschränkt.

Der Bund subventioniert den Bau von Sportanlagen von nationaler Bedeutung. Grundlage entsprechender Finanzhilfen ist das Nationale Sportanlagenkonzept (NASAK). Ziel dieses Konzepts ist es, geeignete infrastrukturelle Voraussetzungen für die Ausbildungs-, Trainings- und Wettkampfaktivitäten der nationalen Sportverbände zu schaffen. Was den Umfang der Finanzhilfen des Bundes betrifft, betragen diese in der Regel 5 bis 25 Prozent der anrechenbaren Investitionskosten.

Planung und Errichtung von Infrastrukturen für die Bedürfnisse des hochspezialisierten Leistungssports (z.B. Rollskibahn, Skisprunganlagen, Schwimmhallen, etc.) sind besonders anspruchsvoll. Für private Investitionen sind Sportanlagen nur dann interessant, wenn sie ein hohes Benutzer- und Publikumsaufkommen haben. Dies erfordert Mischnutzungen der Anlagen. Der Bund subventioniert die Betriebskosten nicht. Für private Investitionen ist daher ein Engagement nur unter speziellen Voraussetzungen attraktiv.

Wie manche nationalen oder regionalen Anlagen werden auch die Sportanlagen des BASPO in Magglingen und Tenero gemischt genutzt, das heisst von unterschiedlichen Zielgruppen aus dem Breiten- und Leistungssport belegt. Das führt immer wieder zu Nutzungskonflikten, zumal die Anlagen auch den lokalen Vereinen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Trainingsanlagen sollen dem Leistungssport aber bedürfnisgerecht zur Verfügung stehen.

Soweit in der Schweiz regelmässig wichtige internationale Sportveranstaltungen stattfinden,