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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 46 Seiten

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hat dies zur Folge, dass die Wettkampfstätten immer wieder den internationalen Anforderungen angepasst werden müssen. Beispiele dafür sind die UEFA EURO 2008 oder die Alpinen Ski-WM 2003 und 2017 in St. Moritz. Im Rahmen des NASAK hat der Bund den Neu- und Ausbau zahlreicher Wettkampfanlagen mit Finanzhilfen unterstützt. In diesem Zusammenhang kommt dem Bund auch in Zukunft eine wichtige Rolle zu.

6.3.2 Spitzensportveranstaltungen in der Schweiz

In der Schweiz finden jährlich bedeutende internationale Sportveranstaltungen statt, die weltweit von einem Millionenpublikum verfolgt werden. Diese Veranstaltungen sind eine wichtige Kommunikationsplattform der Schweiz und geeignet, das Image der Schweiz im Ausland mitzuprägen. Zu diesen Veranstaltungen gehören etwa die Wintersportveranstaltungen am Lauberhorn und in Adelboden (Ski alpin), "Weltklasse Zürich" und „Athletissima Lausanne“ (Leichtathletik), "Swiss Indoors" in Basel (Tennis), internationale Turniere wie der „Spenglercup Davos“ (Eishockey) oder auch die zahlreichen Europa- und Weltmeisterschaften, die jedes Jahr in verschiedenen Sportarten in der Schweiz stattfinden.

Im internationalen Vergleich finden in der Schweiz überdurchschnittlich viele Sportveranstaltungen statt. Die Durchführung von internationalen Sportveranstaltungen ist für die Sportförderung von grosser Bedeutung, wirken sie doch als Motor für die Entwicklung des Breiten- und Leistungssports. Gleichzeitig motivieren sie die vielen tausend freiwilligen Helferinnen und Helfer und ehrenamtlich tätigen Personen, ohne deren tatkräftige Unterstützung grosse Sportveranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten. Gemäss langjähriger Praxis unterstützen Bund, Kantone und Gemeinden international bedeutende Sportveranstaltungen im Verbund.

Die Durchführung von Europa- oder Weltmeisterschaften in der Schweiz sind immer auch eine Chance für die einheimischen Athletinnen und Athleten. Entsprechend gehen die Bemühungen seit einigen Jahren auch dahin, einheimische Athletinnen und Athleten im Hinblick auf diese Titelkämpfe gezielt zu fördern. Im Vordergrund steht dabei die Förderung der Nachwuchsathletinnen und -athleten.

Die Unterstützung durch Armee und Zivilschutz ist für Grossveranstaltungen unabdingbar. Inhalt und Umfang der Unterstützung durch Armee und Bevölkerungsschutz richten sich nach den einschlägigen gesetzlichen Grundlagen des Bundes. Im Jahre 2013 wurden insgesamt fast 24‘000 Diensttage von Armeeangehörigen zur Unterstützung von Sportanlässen geleistet (Breiten- und Leistungssport).

6.4 Forschung und Innovation

Wie in jedem hoch kompetitiven Umfeld sind Forschung und Innovation auch im Leistungssport wesentliche Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit. Während früher grosse Erfahrung, Beobachtung und Ausprobieren bedeutende Innovationen im Sport hervorbrachten, gewinnt heute das systematische und wissenschaftlich orientierte Vorgehen zunehmend an Bedeutung in der innovativen Entwicklung von Spitzenleistungen.

Den Verbänden fehlen aber die Ressourcen und Kompetenzen, relevante Fragestellungen in Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen aufzuarbeiten. Die hohen wissenschaftlichen Anforderungen an Forschungsgesuche verunmöglichen es den meisten Verbänden, selbst ein Gesuch einzureichen. Diese Hürde besteht auch bei Forschungsfördergefässen wie bei der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) oder dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), die sehr selten Projekte im Bereich des Leistungssports unterstützen.