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Vernehmlassung 2015/58: Konzeptbericht Mobility Pricing · 68 Seiten
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N511-1025
mehr Kilometer innerhalb der bestimmten Zeitspanne gefahren werden, desto kleiner der Anteil der Pauschalabgabe/Flatrate an den Kilometerkosten.
Hauptziel: Finanzierung
Sonstiges: Mit Flatrates geht in der Regel ein geringer Verwaltungsaufwand einher. Für Nutzer kann ein Anreiz zu übermässigem Konsum entstehen. Für den Anbieter kann eine Flatrate zu einer erhöhten Nutzerbindung führen.
Beispiele: Nationalstrassenabgabe in der Schweiz (Autobahn-Vignette)
Kilometer-Abgabe
Beschreibung: Für jeden gefahrenen Kilometer wird eine Gebühr erhoben. Eine Differenzierung nach weiteren Kriterien erfolgt nicht.
Hauptziel: Finanzierung
Beispiele: LSVA in der Schweiz (Mischform)
Örtlich variabel64
Beschreibung: Für bestimmte Streckenabschnitte/Zonen werden unterschiedliche Gebühren erhoben (Preisdifferenzierung nach Ort). An Orten mit hoher Verkehrsbelastung sind die Tarife höher als an Orten mit geringer Belastung.
Hauptziel: Verkehrslenkung
Sonstiges: Die örtliche Differenzierung kann nach Strecken (Länge, Streckentyp) oder Zonen/Gebieten (Anzahl benutzter Zonen, Anzahl Einfahrten und/oder Ausfahrten, zurückgelegte Distanz in einer Zone/Gebiet, wobei in letzterem Fall eine Mischform mit der Km-Abgabe vorliegt), erfolgen.
Beispiele: Electronic Road Pricing Singapur
Zeitlich variabel
Beschreibung: Für unterschiedliche Zeiträume werden unterschiedliche Gebühren erhoben (Preisdifferenzierung nach Zeit). In Zeiten mit hoher Verkehrsbelastung sind die Tarife höher als in Zeiten mit geringer Belastung.
Hauptziel: Verkehrslenkung
Sonstiges: Die zeitliche Differenzierung kann nach Tageszeit, Wochentag, nach speziellen Tagen/Feiertagen und/oder nach Aufenthaltsdauer in einer Zone/Gebiet, und/oder Fahrtdauer in einer Zone/Gebiet erfolgen.
Beispiele: Stockholm City Maut, Electronic Road Pricing Singapur
Dynamisch (Verkehrsmenge)
Beschreibung: Für eine bestimmte Strecke wird die Höhe der Maut dynamisch nach der Verkehrsmenge erhoben. Dies bedeutet, dass der Preis so berechnet wird, dass keine Übernachfrage entsteht (je mehr Fahrzeuge, desto höher die Gebühr) und ein reibungsloser Verkehrsfluss garantiert werden kann.65
Hauptziel: Verkehrslenkung
64 Grundsätzlich ist jedes Bepreisungsmodell an einen Ort, an eine bestimmte Infrastruktur gebunden, was es aber noch nicht als variabel nach Ort im hier verstandenen Sinne qualifiziert. Variabilität nach Ort liegt dann vor, wenn innerhalb eines Bepreisungsmodells mindestens zwei verschiedene Tarife, welche an unterschiedlichen Orten gelten, vorkommen.
65 Die dynamische Anpassung der Mauthöhe zur Regulierung der Nachfrage erlaubt, dass die Nachfrage so gesteuert werden kann, dass ein flüssiger Verkehrsfluss gewährleistet ist. Die Vorhersehbarkeit der Mauthöhe ist jedoch nur bedingt möglich. Die dynamische Bepreisung kommt deshalb auch grundsätzlich nur dort in Frage, wo eine Möglichkeit besteht, auf eine gebührenfreie Strasse auszuweichen.