Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten

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- Volkswirtschaftlich stärken sie die Tourismusdestination Schweiz und die regionalwirt-

schaftliche Entwicklung;

- Sportlich bieten sie eine Plattform, den nationalen Breiten- und Spitzensport unter beson-

derer Berücksichtigung des Nachwuchsleistungssports zu fördern und weiterzuentwickeln.

1.2.1 Mediale Beachtung als Reputationschance

Olympische Winterspiele und die drei Wochen danach stattfindenden Paralympischen Winterspiele (Paralympics) sind eine Sportveranstaltung, welche die globale Völkerfamilie des Wintersports zusammenbringt und daher international eine aussergewöhnliche mediale Beachtung findet. Das organisierende Land und der Austragungsort (Host City) stehen während längerer Zeit im Mittelpunkt der weltweiten Berichterstattung. Die Durchführung von Winterspielen ist insbesondere für die Reputation der Marke Schweiz und die langfristige touristische Entwicklung unseres Landes eine grosse Chance.

1.2.2 Stärkung der Tourismusdestination Schweiz

Nachhaltige Winterspiele festigen die Stellung der Winterdestination Schweiz im internationalen Wettbewerb. Die über mehrere Jahre anhaltende internationale Publizität ermöglicht es, die Attraktivität der Schweiz auch über die Wintersaison hinaus weltweit zu positionieren. Trotz hoher Kosten für die Durchführung können umsichtig veranstaltete Winterspiele die Tourismusdestination Schweiz stärken und so zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung beitragen.

Die Schweiz ist ein Pionierland des alpinen Wintertourismus. In den Jahren 1928 und 1948 wurden Olympische Winterspiele in St. Moritz ausgetragen, was die Entwicklung des modernen Wintertourismus in der Austragungsregion wesentlich stimuliert hat. Der Wintertourismus wiederum hat mit seinen vielfältigen und einzigartigen Schneesportaktivitäten entscheidend zur Entwicklung des Tourismusstandortes Schweiz und zum Wohlstand im Schweizer Alpenraum beigetragen.

Der Tourismus, insbesondere im Winter, steht vor verschiedenen Herausforderungen und befindet sich mitten in einem Strukturwandel. Insbesondere wird der Klimawandel Anpassungen unabdinglich machen. Mit der Entwicklung neuer Angebote auch über die Wintersaison hinaus, der Sicherung des Schneesports in höheren Lagen aber auch mit der Abwehr und Verminderung von Risiken durch Naturgefahren mittels technischer und organisatorischer Massnahmen öffnet sich für den Schweizer Tourismus die Chance, sich auf die veränderten Verhältnisse auszurichten. Der Schweizer Alpenraum besitzt die notwendigen Voraussetzungen, um diese zu bewältigen und sich touristisch nachhaltig weiter zu entwickeln.

Die Kandidatur „Sion 2026“ verfolgt ein innovatives Konzept mit einem überkantonalen Ansatz der unter anderem die Berggebiete mit den Städten verbindet. Das Konzept fügt sich gelungen in die bestehenden touristischen Strukturen und Entwicklungen ein.

Angesichts der internationalen Ausstrahlung können olympische Winterspiele die notwendigen Entwicklungen beschleunigen, Impulse bei der Erschliessung des globalen touristischen Wachstumspotenzials verleihen und weltweit das Image der Schweiz als Tourismusland und Wirtschaftsstandort stärken.