Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten

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einer schweizerischen Kandidatur im Januar 2016 nahm. Im Vorfeld kam eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Präsidenten von Swiss Olympic („TaskForce 2026“) zum Schluss, dass die Chancen für eine Kandidatur trotz des negativen Ausgangs der Volksabstimmung im Kanton Graubünden im März 2013 intakt seien. Dies insbesondere unter der Berücksichtigung der Agenda 2020 des IOC.

Im Rahmen eines nationalen Bewerbungsprozesses wurden fünf Projekte angemeldet. Im weiteren Verlauf der Arbeiten zogen verschiedene Interessenten ihr Projekt zurück und im Dezember 2016 gingen bei Swiss Olympic die Projekte „Graubünden und Partner“ sowie „Sion 2026 – Die Spiele im Herzen der Schweiz“ ein. Da sich das Bündner Stimmvolk erneut gegen die Durchführung von Winterspielen aussprach, blieb einzig „Sion 2026“ im Rennen. Das Projekt wurde von der „TaskForce 2026“ von Swiss Olympic evaluiert und dem Exekutivrat im März 2017 in zustimmendem Sinn unterbreitet. Im Rahmen einer ausserordentlichen Versammlung hat das Sportparlament (oberstes Organ von Swiss Olympic) im April 2017 einstimmig entschieden, mit „Sion 2026“ eine Kandidatur zu lancieren.

2 Rahmenbedingungen und Chancen

2.1 Anforderungen und Rahmenbedingungen des IOC

2.1.1 Die Dimensionen der Olympischen Winterspiele und der Paralympics

Olympische Winterspiele

Olympische Winterspiele wurden bisher 22 Mal in insgesamt 11 Ländern durchgeführt. Seit 1994 finden sie im zweijährigen Wechsel mit den Olympischen Sommerspielen statt, nachdem sie bis 1992 jeweils im selben Jahr ausgetragen wurden. Olympische Winterspiele umfassen heute rund 100 Wettkämpfe mit 2800 Athletinnen und Athleten aus gegen 90 Ländern. Beteiligt sind rund 10 000 Medienschaffende und um die 25 000 freiwillige Helferinnen und Helfer. Im Vergleich zu den Sommerspielen sind die Dimensionen der Winterspiele damit rund drei Mal kleiner. Das IOC hat mit der Verabschiedung der Agenda 2020 beschlossen, den Anlass bezüglich Anzahl Teilnehmende und Wettkämpfe auf die aktuelle Grösse zu limitieren.

Die Olympischen Winterspiele gehören zu den Sportanlässen mit der grössten Aufmerksamkeit weltweit. Aus Sotschi (Russland) wurden 2014 über 40 000 TV-Stunden auf über 400 Sendern übertragen, dazu kamen 60 000 übertragene Stunden via Internet. Dazu kamen rund 400 000 Zuschauerinnen und Zuschauer an den Wettkampfstätten.

Paralympics

Die Paralympics, organisiert vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), sind der grösste Sportanlass für Athletinnen und Athleten mit einer Körper- oder Sehbehinderung. Seit 1988 finden die Paralympics alle vier Jahre im Anschluss an die Olympischen Spiele an denselben Orten statt. Die Ausrichtung der Paralympics muss in eine Bewerbung einbezogen und vom selben lokalen Organisationskomitee wie die Olympischen Spiele koordiniert werden. Grundsätzlich gelten auch für die Paralympics die Vorgaben des IOC. Die Paralympics beginnen immer in der dritten Woche nach Ende der Olympischen Spiele.

Zu den paralympischen Sportarten zählen Ski alpin, Ski nordisch, Sledge-Eishockey, Rollstuhlcurling, Biathlon, Snowboard und – ab 2022 vorläufig aufgenommen – Monobob.

An den letzten Paralympischen Winterspielen, die im März 2014 in Sotschi stattfanden, haben rund 550 Athletinnen und Athleten aus 45 Ländern teilgenommen. Vor Ort haben rund