Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2018/21: Wirksamkeitsbericht 2016-2019 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen unter Einschluss von Vorschlägen zur Anpassung des Bundesgesetzes über den Finanz- und Lastenausgleich (FiLaG) · 176 Seiten

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Wirksamkeitsbericht des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen

Die Differenz zwischen dem Index des ressourcenstärksten und des ressourcenschwächsten Kantons ist ein einfaches, wenn auch grobes Mass für die Messung der Disparitäten. In Abbildung 4.04 ist ersichtlich, dass diese Differenz hauptsächlich durch den Verlauf des stärksten Kantons (Zug) bestimmt wird. Zu beachten ist, dass die ASG 2011 von Zug einen Sondereffekt aufweist, der zu einem starken temporären Anstieg führt.

Abb. 4.05: Standardabweichung und MAD des ASG-Index 2003 - 2013 (in Indexpunkten)

Abbildung 4.05 Standardabweichung und MAD des ASG-Index 2003–2013

50

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2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 20122013

STABW Alle Kantone STABW Bevölkerungsgewichtet MAD Alle Kantone

Die Standardabweichung ist das Standardmass, um eine Streuung zu messen. Sie gibt die mittlere Abweichung vom Mittelwert der Stichprobe an. In deren Berechnung fliessen im Ge- gensatz zur Spannweite alle Kantone ein. Wenn die Standardabweichung zunimmt, dann deutet dies auf eine Zunahme der Disparitäten hin. In Abbildung 4.05 ist der Verlauf der Standardabweichung aufgeführt. Die Standardabweichung wird dabei von der Entwicklung der ressourcenstarken Kantone, insbesondere von Zug und Schwyz, massgeblich bestimmt. Der oben beschriebene Einmaleffekt bei Zug im Jahr 2011 stellt einen statistischen Ausreisser dar, der die Standardabweichung verzerrt. Zu betonen ist, dass alle Kantone unabhängig von ihrer Grösse gleich gewichtet werden. Um die unterschiedlichen Grössen der Kantone zu berücksichtigen, zeigt die unterste Kurve der Abbildung 4.05 die bevölkerungsgewichtete Standardabweichung. Deren Verlauf weist darauf hin, dass die Disparitäten ziemlich stabil geblieben sind. Der statistische Ausreisser von Zug 2011 ist wegen der geringen Grösse von Zug kaum mehr sichtbar.

Der Median der absoluten Abweichung (MAD) reagiert weniger sensitiv auf Ausreisser. Abbil- dung 4.05 zeigt dieses Mass für die Gesamtheit der Kantone. Gemäss diesem Indikator haben die Disparitäten zwischen 2009 und 2012 etwas abgenommen und sind seither leicht angestiegen.