Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2018/45: Revision der Verordnung über die Banken und Sparkassen (BankV) (FinTech-Bewilligung) · 11 Seiten
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Vernehmlassung zur Änderung der Bankenverordnung –FinTech-Bewilligung Ergebnisbericht
1 Ausgangslage
2017 schlug der Bundesrat Massnahmen zur Förderung von Innovationen im Finanzbereich und zum Abbau von Markteintrittshürden für FinTech-Unternehmen vor. Eine erste Änderung der Bankenverordnung (BankV)1, mit der die Haltefrist für Abwicklungskonten und ein bewilligungsfreier Innovationsraum (Sandbox) eingeführt werden konnten, trat am 1. August 2017 in Kraft.
Das am 15. Juni 2018 von den eidgenössischen Räten zusammen mit dem Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG)2 verabschiedete Finanzinstitutsgesetz (FINIG)3 enthält im Anhang eine Änderung des Bundesgesetzes über Banken und Sparkassen (Bankengesetzes; BankG)4. Der neue Art. 1b BankG schafft zusätzlich zur bestehenden Bankenbewilligung eine neue Bewilligungskategorie mit erleichterten Anforderungen. Die Unternehmen mit einem FinTech-Geschäftsmodell, die sich ausserhalb der Kerntätigkeit von Banken bewegen, können somit unter bestimmten Voraussetzungen Publikumseinlagen bis maximal CHF 100 Millionen entgegennehmen.
Flankierend hat das Parlament das Bundesgesetz über den Konsumkredit (KKG)5 angepasst. Danach untersteht neu auch die nicht gewerbsmässige Kreditvergabe dem KKG, wenn der Vertrag unter Mitwirkung einer Schwarmkredit-Vermittlerin zustande gekommen ist.
Gegenstand der Vorlage, die in die Vernehmlassung ging, sind die vom Parlament verabschiedeten Ausführungsbestimmungen zum BankG und zum KKG, die per 1. Januar 2019 gleichzeitig mit Art. 1b BankG in Kraft gesetzt werden.
2 Vernehmlassungsverfahren
Das Vernehmlassungsverfahren wurde am 21. Juni 2018 eröffnet und dauerte bis am 21. September 2018. Zur Teilnahme wurden die Kantone, die in der Bundesversammlung vertretenen politischen Parteien, die gesamtschweizerischen Dachverbände der Gemeinden, Städte und Berggebiete, die gesamtschweizerischen Dachverbände der Wirtschaft sowie die interessierten Kreise eingeladen
Eine Stellungnahme eingereicht haben (jeweils in alphabetischer Reihenfolge):
21 Kantone: Aarau (AG), Appenzell Innerrhoden (AI), Appenzell Ausserrhoden (AA), Ba-
sel-Landschaft (BL), Basel-Stadt (BS), Freiburg (FR), Genf (GE), Jura (JU), Luzern (LU), Neuenburg (NE), Nidwalden (NW), St. Gallen (SG), Schaffhausen (SH), Solothurn (SO), Schwyz (SZ), Thurgau (TG), Tessin (TI), Uri (UR), Waadt (VD), Zug (ZG), Zürich (ZH);
4 politische Parteien: FDP. Die Liberalen (FDP), Grünliberale Partei (GLP), Sozialdemokra-
tische Partei der Schweiz (SPS), Schweizerische Volkspartei (SVP);
4 Dachverbände der Wirtschaft: Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg), economiesu-
isse, Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB), Schweizerischer Gewerbeverband (SGV);
21 Organisationen der interessierten Kreise: Vereinigung Schweizerischer Privatbanken
(VSPB), Schweizerischer Versicherungsverband (SVV), Verband Schweizerischer Vermögensverwalter (VSV), Ärztekasse (ÄK), Cashare AG (Cashare), Centre patronal (CP), CFA Society Switzerland (CFA), Interessengemeinschaft Genossenschaftsunternehmen (IGG), Schuldenberatung Schweiz (SBS), esisuisse, EXPERTsuisse, Fédération des entreprises romandes (FER), Konsumfinanzierung Schweiz (KFS), ICT Switzerland (ICT), Swiss Finance and Technology Association (SFTA), Swiss Finance Startups (SFS), Swiss FinTech
1 SR 952.02
2BBl 2018 3557
3BBl 2018 3615
4 SR 952.0
5 SR 221.214.1
231.2 \ COO.2255.101.2.751120 2/11