Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2018/79: Agrarpolitik ab 2022 · 161 Seiten

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Tabelle 3: Ziele mit Horizont 2021 und Stand Zielerreichung Zielbereich Aspekt Stand Ziel 2021 Aktueller Stand 2007/09 (Referenzjahr)

Ökonomie Arbeitsproduktivität +2,1 % p.a. +2,1 % p.a. +1,3 % p.a.

(00/02 bis (08/10 bis (08/10 bis 2014/16) 08/10) 19/21)

Kapitalerneuerung 30 Jahre 30 Jahre 28 Jahre (2014/16)

Soziales Sektorales Arbeits- -0,7 % p.a. Rückgang un- +0,8 % p.a.

einkommen ter 0,5 % p.a. (08/10 bis 14/16)

Sichere Bruttoproduktion 23 000 TJ 23 300 TJ 23 227 TJ (2014/16)

Versorgung

Nettoproduktion 20 700 TJ 21 300 TJ 20 399 TJ (2015)

Landwirtschaftliche -1 900 ha Flächenverlust k.A.

Nutzfläche im Dauer- p.a. unter 1 000 ha

siedlungsgebiet p.a.

Natürliche Le- Stickstoffeffizienz 29 % 33 % 31 % (2014/16)

bensgrundla-

Phosphoreffizienz 61 % 68 % 61 % (2014/16)

gen, Ökologie

Ammoniakemissio-

nen NH3-N

Modell 5.0 43 700 t 37 000 t 42 200 t (2014/16)

Modell 4.0 49 000 t 41 000 t 47 500 t (2014/16)

Quantität der BFF 60 000 ha im 65 000 ha im 77 500 ha im Talgebiet Talgebiet Talgebiet (2017)

Qualität der BFF 36 % ver- 50 % vernetzt, 75 % vernetzt,

netzt, 27 % 40 % Qualität 40 % Qualität Qualität (2017)

Kulturland- Alpwirtschaftlich ge- -1400 ha p.a. Reduktion k.A.

schaft nutzte Fläche Waldeinwuchs

um 20 %

Tierwohl Beteiligung RAUS 72 % 80 % 76 % (2017)

Quellen: Agroscope, BFS, SBV, HAFL und BLW

Ökonomie

Die positive Entwicklung bei der Arbeitsproduktivität deutet darauf hin, dass Effizienzverbesserungspotenziale beispielsweise infolge des technischen Fortschritts genutzt werden. Die durchschnittliche jährliche Steigerung der Arbeitsproduktivität war mit 1,3 % in den Jahren 2008/10 bis 2014/16 aber weniger hoch als in den Vorjahren, was unter anderem auf den verlangsamten Strukturwandel zurückzuführen ist. Kapital wurde genügend in die Landwirtschaft investiert. Es kann damit gerechnet werden, dass sich der Kapitalstock weiterhin in rund 30 Jahren erneuert.

Defizite in der Landwirtschaft verbleiben bei der internationalen Wettbewerbsfähigkeit (vgl. Box 2). Im Vergleich zum Ausland ist die Schweiz mit einem Produktivitätsrückstand konfrontiert, der aus kleineren Strukturen mit entsprechend weniger Skaleneffekten, klimatischen und topografischen Erschwernissen und einem allgemein hohen Kostenniveau resultiert. Hinzu kommen hohe Ausgaben für Vorleistungen.