Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2018/79: Agrarpolitik ab 2022 · 161 Seiten

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Tabelle 6: Beschreibung und Beurteilung der Indikatoren sowie Herleitung der Zielwerte

Beschreibung Bewertung Bisherige Entwicklung Zielwert & Begründung

Indikatoren für den Erfolg auf den Märkten im In- und Ausland

Die Wettbewerbs-  Etablierter und ausführlich doku- Zur Halbierung des Indi- NPC < 140%

fähigkeit wird mit mentierter Indikator der OECD, der kators in den Jahren 1996 Die internationalen Preisent-

dem Verhältnis zwi- jährlich publiziert wird. bis 2006 auf 150% hat wicklungen sollen Signalwirschen den mittleren  Die Preisdifferenz wird durch die Ag- der reduzierte Grenz- kung auf die inländischen Produzentenprei- rarzölle wesentlich beeinflusst und schutz beigetragen. Seit- Märkte und Preise behalten,

sen im Ausland und zeigt deren Wirkung. her ist die Entwicklung so dass sich die Preisdiffeim Inland in Pro- Einschränkungen: hauptsächlich auf den An- renz nicht vergrössert. Die zent gemessen. stieg der internationalen agrarpolitischen Massnah-Der Wert bezieht  Währungsschwankungen haben ei- Preise zurückzuführen.

men sollen dafür sorgen, sich auf Standard- nen grossen Einfluss auf die Preis- Der Anstieg ab 2013 auf

dass sich die Preise für verprodukte mit ver- differenzen und müssen bei der Be- über 150% ist in erster Li-

gleichbare Produkte dem ingleichbarer Quali- urteilung berücksichtigt werden. nie auf die Frankenstärke

ternationalen Preisniveau tät.  Entwicklung der Preise und Mengen zurückzuführen.

annähern können. Als Ziel von Qualitäts- und Nischenproduk-

soll die Preisdifferenz geten werden nicht oder nur in weni-

genüber heute (2017: 144%) gen Fällen von diesem Indikator er-

sinken.

fasst.

Die Wettbewerbs-  Die Nahrungsmittelexporte pro Zoll- Nach einem kontinuierli- Nahrungsmittelexporte kraft im Ausland position werden regelmässig erho- chen Anstieg 2003 bis > 3 Milliarden Franken

wird mit dem Wert ben und publiziert. 2009 von gut 2 auf über Der Wert der Nahrungsmitder Nahrungsmitte-  Da alle Exportsubventionen abge- 3 Milliarden Franken telexporte soll primär über lexporte auf der schafft wurden, zeigt der Export- stagniert seither der Ex- grössere Mengen und/oder Basis inländischer wert, wie stark die Schweiz auf in- portwert bei gut 3.1 Milli- höhere Qualität der Pro-Rohstoffe gemes- ternationalen Märkten Fuss fassen arden Franken. dukte erreicht werden. Min-

sen (Zollkapitel kann. destens das heutige wert-1,2,3,4,5,7,8,10,11, Einschränkungen: mässige Exportvolumen auf 12,15,16,17,19,20, der Basis der inländischen

21)  Mehr Produkte mit hoher Qualität im

Rohstoffe soll deshalb eroberen Preissegment erhöhen den

halten bleiben.

Indikator nicht, da nur Standardpro-

dukte einbezogen werden.

 Höhere Wertschöpfungen durch die

nachgelagerten Branchen

 Mehr exportierte Verarbeitungspro-

dukte auf der Basis von importierten

Rohstoffen (Rindfleisch, Zucker) so-

wie eine höhere Wertschöpfung der

nachgelagerten Stufen erhöhen den

Indikator, bedeuten jedoch nicht

zwingend eine höhere Wertschöp-

fung in der landwirtschaftlichen Pro-

duktion.

 Sinkende internationale Preise re-

duzieren Wert des Indikators bei

gleichbleibenden Exportmengen,

auch wenn Kostensenkungen die

Konkurrenzfähigkeit verbessert ha-

ben.