Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2018/89: Multimodale Mobilitätsdienstleistungen · 60 Seiten

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Frage 7b): Gibt es Themen, die Ihrer Ansicht nach zu wenig berücksichtigt wurden?

Nachfolgend werden nur noch jene Inputs aufgeführt, die in keinem direkten Zusammenhang mit den vorangehenden Fragen stehen. Bemerkungen mit direktem Zusammenhang zu konkret im Rahmen der Fragen 1 – 6 behandelten Themen werden bei den jeweiligen Fragen aufgeführt.

Chancen und Risiken sind weiter zu vertiefen

Rund die Hälfte der Stellungnahmen merkt an, dass in der Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken viele Fragen offengeblieben sind, insbesondere bezüglich der Auswirkungen auf Modalsplit, öV-Nachfrage und öV-Unternehmen, bzw. entsprechenden Kostensteigerungen auch bei der öffentlichen Hand (KöV, SO, LU, FR, NW, ZG, TI, SG, NE, AG, VS, UR, OW, SH, SZ, AR, GR, GL, BE, GE, zb, RhB, ZVB, VZO, SBB, TVDK, TransReno, VöV, VCS).

Im Weiteren fehlt rund einem Viertel der Teilnehmenden in der Vorlage eine Art «Notbremse» für den Fall einer für das öV-System nachteiligen Entwicklung (NE, UR, OW, SH, AG, AR, ZH, VBZ, VBG,

TransN, SBW, VZO, SZU, öV-Verbünde, ZVV, engadin mobil, BeoAbo, tnw, A-Welle, Libero, ZSG).

Die KöV sowie die Kantone SO, LU, FR, NW, ZG, SZ, GR schreiben, dass die Vorlage eine Entwicklung jedoch keine Steuerung ermöglicht.

Die Kantone Neuenburg, Uri, Obwalden, Schaffhausen, Glarus sowie Aargau kritisieren, dass kaum abschätzbar ist, ob multimodale Angebote zu einer Optimierung der Versorgung in den Randregionen bzw. zu Randzeiten beitragen und in jedem Fall eine effizientere Nutzung der Verkehrsinfrastruktur fördern. Der Kanton Obwalden bemerkt, dass es ein Minimalangebot an multimodalen Mobilitätsdienstleistungen im ländlichen Raum braucht. Dies hat sich bereits im öffentlichen Verkehr gezeigt, der aufgrund des Netzgedankens auch defizitäre Linien sicherstellen kann. Ein entsprechendes Minimalangebot ist auch bei einer zukünftigen Revision zu berücksichtigen. Potentielle Einsparungen im Gesamtangebot dürfen aus Sicht des Kantons Obwalden nicht zu einer Reduktion des heutigen Angebotsniveaus im ländlichen Raum führen.

Vereinzelt (WEKO, SGV, KöV, SO, LU, NW, FR, ZG, SG, SZ, BE, AG) wird gefordert, zu erläutern, wie hoch die kritische Schwelle an beteiligten Mobilitätsanbietern und Nutzenden sein muss, damit sich Investitionen lohnen, wie gross die Zahl der interessierten Mobilitätsvermittler ist und ob ein ausreichendes Kundenbedürfnis besteht. Der Kanton Bern bemerkt, dass die weiteren Mobilitätsanbieter wenig bekannt sind und nicht bekannt ist, ob ein ausreichendes Kundenbedürfnis oder ein Interesse von Mobilitätsvermittlern an multimodalen Angeboten besteht und ortet damit ein Ungleichgewicht bei den Mobilitätsanbietern. FAIRTIQ führt aus, dass die öV-Unternehmen die Provisionierung abschaffen. Dieses Szenario und dessen Folgen scheinen im Gesetzesvorschlag nicht beachtet worden sein und es ist daher notwendig, kurzfristig gegen die Folgen vorzugehen.