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Vernehmlassung 2019/42: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2021-2024 (Kulturbotschaft) · 72 Seiten

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– Langfristiger und nachhaltiger Strukturaufbau des Bereichs Interaktive Medien (v. a. Games): Die Förderung für die Entwicklerinnen und Entwickler sollte mit der Erschliessung zusätzlicher Finanzierungsmöglichkeiten attraktiver gestaltet werden, um den Wegzug der Kreativen ins Ausland zu verhindern.

Austausch im Inland

Begleitmassnahmen tragen zur Entwicklung unternehmerischer Fähigkeiten bei, die Kreative zur Umsetzung ihrer Projekte benötigen.. Die Präsenz an Messen und Fachtagungen in der Schweiz erleichtert neuen Produkten den Zugang zu den Märkten. Der Bund unterstützt auch Forschungsprojekte im Bereich Design. Es handelt sich dabei um Ausstellungen, Austausch von Know-how oder Publikationen, die die ästhetischen und kulturellen Aspekte sowie die gesellschaftlichen Werte des Designschaffens thematisieren.

Im Einzelnen stellt sich für die Periode 2021–2024 folgende Herausforderung:

– Präsentation Design: Das Schweizer Design ist für seine Qualität und seine Innovation bekannt. Die Gelegenheiten, diese Qualität durch Ausstellungen oder Publikationen zu präsentieren, werden häufiger.

– Vernetzung, Wissensaufbau und Professionalisierung der Schweizer Entwicklerinnen und Entwickler: Um die Rahmenbedingung für die einheimische Produktion zu verbessern, ist die Stärkung von Plattformen wichtig (z. B. «Game Jams», Festivals und Konferenzen). Sie dienen der Vernetzung, dem Wissensaustausch und der Professionalisierung der Branche. Dabei werden Ideen getestet und kritisch diskutiert, Erfahrungen zu abgeschlossenen Projekten mit anderen Akteuren geteilt und neue Ideen generiert.

– Kritische Reflexion: Siehe Ziffer 2.1.3.

Internationale Verbreitung und Promotion

Design und interaktive Medien sind hervorragende Botschafter von technischem und ästhetischem Können sowie von Innovation, die traditionell als schweizerische Qualitäten gelten. In den äusserst kompetitiven internationalen Märkten müssen Sichtbarkeit und Wiedererkennung von Schweizer Design und Games gefördert werden. Dank der Förderinstrumente, die in Zusammenarbeit mit dem EDA, mit Swissnex und mit Partnern aus Wirtschaft und Exportförderung geschaffen wurden, konnte diese Wirkung verstärkt werden.

Im Einzelnen stellen sich für die Periode 2021–2024 folgende Herausforderungen:

– Teilnahme an internationalen Plattformen fördern: Für Schweizer Kreative ist die Präsenz an internationalen Plattformen zwecks internationaler Sichtbarkeit und fachlichem Austausch von entscheidender Bedeutung. Zielgerichtete Vernetzungsaktivitäten (Match-Making) mit der internationalen Industrie führen zu Partnerschaften, die den Schweizer Entwicklerinnen und Entwicklern sowie den Designerinnen und Designern helfen, ihre Produkte zu realisieren und erfolgreich zu verbreiten.

– Marktzugang fördern: Eine wesentliche Herausforderung für Entwicklerinnen und Entwickler sowie Designerinnen und Designer ist der Zugang zu international hart umkämpften Märkten. Zentral für die Erschliessung wichtiger neuer Märkte (z. B. Asien) ist bereits in der Projektentwicklungsphase der Wissensaufbau via Coaching- und Mentoringmassnahmen zur Steigerung der Kompetenzen in den Bereichen Publishing, Marketing oder Gewinnung von Communities.

Ankauf von Werken

Auf Empfehlung der Eidgenössischen Designkommission erwirbt der Bund Werke, die im Musée de design et d’arts appliqués contemporains (MUDAC) und im Museum für Gestaltung Zürich aufbewahrt werden. Er wird diese Praxis auch in der nächsten Förderperiode fortsetzen.

Ziele und Massnahmen

Zusätzlich zu den bisherigen Fördermassnahmen wird in der Finanzierungsperiode 2021–2024 den dargestellten Herausforderungen wie folgt begegnet:

Nachwuchs

– Langfristiger und nachhaltiger Strukturaufbau: Spezifische Mentoratsprogramme sowie die Vernetzung und Zusammenarbeit mit internationalen Akteurinnen und Akteuren der Game- und Designindustrie ermöglichen, den Nachwuchs verstärkt international zu positionieren und die beiden Bereiche nachhaltig weiterzuentwickeln.

Förderung des kreativen und künstlerischen Schaffens

– Verstärkte Unterstützung von Forschung und Produktion in den Bereichen Design und interaktive Medien: In diesem Bereich gibt es eine junge, aufstrebende Schweizer Szene. Um das Experimentieren und das Eingehen von Risiken zu unterstützen und so ein innovatives Schaffen zu ermöglichen, muss der Bund die finanzielle Unterstützung zur Förderung von Forschung und Schaffen verstärken.

– Drittfinanzierungen anregen: Massnahmen zur Verbesserung der Kontakte der Kreativen mit Herausgeberinnen und Herausgebern sowie Produzentinnen und Produzenten und der Zugang zu privaten Investitionen müssen weiterverfolgt und vertieft werden.

Austausch im Inland

– Die Verbindungen zwischen Industrie und Designschaffenden stärken: Um die Entwicklung der Szene nachhaltig zu fördern, ist eine Förderung von zielgerichteten Vernetzungsaktivitäten zwischen der Industrie und den Designschaffenden sowie den Entwicklerinnen und Entwicklern unerlässlich. Das Format des Match Makings wird weiterentwickelt und intensiviert, ebenso sollen bestehende Partnerschaften verstärkt und weiterentwickelt werden.

– Vernetzung, Wissensaufbau und Professionalisierung: Der nationale Austausch sowie eine Systematisierung der Zusammenarbeit der Veranstalter soll unterstützt werden. Zudem sollen bereits existierende Schweizer Plattformen für die Promotion und Vernetzung von Kreativen stärker genutzt werden und ihre Entwicklung hin zu internationalen Referenzanlässen gefördert werden.

– Kritische Reflexion: Siehe Kapitel 2.1.3.

Internationale Verbreitung und Promotion

– Teilnahme und Sichtbarkeit von Schweizer Entwicklerinnen und Entwicklern sowie Designerinnen und Designern an internationalen Plattformen fördern: Die bisherigen Massnahmen, die Schweizer Game und Design Studios international sichtbarer machen und die dazu dienen, deren Produkte international zu verbreiten, sollen konsolidiert und weiterentwickelt werden.

– Marktzugang fördern: Gameentwicklerinnen und -entwicklern sowie Designerinnen und Designern soll durch verschiedene Massnahmen der internationale Marktzugang erleichtert werden. Bereits bestehende Massnahmen (z. B. Coaching- und Mentoringmass-