Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/12: Strategie der Internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 · 69 Seiten
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Zur Verhinderung und Bewältigung von Krisen und Katastrophen engagiert sie sich gleichzeitig in der Nothilfe, in der Prävention und Reduktion von Katastrophenrisiken sowie im Wiederaufbau und in der Rehabilitierung
Schweizerisches Korps für humanitäre Hilfe (SKH)
Das SKH ist das Gesicht der humanitären Hilfe der Schweiz bei Kri-
sen und Katastrophen im Ausland. Bei Naturkatastrophen leistet es
Soforthilfe, stellt Unterkünfte auf, erstellt erdbebensichere Gebäude,
repariert Trinkwasseranlagen und führt Nothilfeeinsätze durch. Als
Milizkorps mit 550 freiwilligen und rasch einsatzbereiten Expertin-
nen und Experten aus 11 Berufsgruppen, von denen viele aus der Pri-
vatwirtschaft stammen, ist das SKH eine typisch schweizerische Lö-
sung. Neben der dringend benötigten Ersten Hilfe bei Krisen und
Katastrophen stellen die Mitglieder des SKH ihr Fachwissen auch
multilateralen Organisationen oder Schweizer Vertretungen zur Ver-
fügung und tragen so zur Linderung des Leids der besonders ver-
wundbaren Bevölkerung bei, die von Krisen und bewaffneter Kon-
flikte betroffen ist. Die Erfahrung der letzten 50 Jahre macht das SKH
zu einer tragenden Säule der Schweizer Nothilfe.
Förderung von Frieden und Menschenrechten (EDA)
Das Engagement für Frieden und Menschenrechte ist eine Priorität des EDA. Jeder Mensch soll in Frieden und Sicherheit leben können.
Friedensförderung und Mediation: Die AFM ist auf politischer und diplomatischer Ebene aktiv, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf Gespräche zwischen Regierungen («Track 1») und punktuelle Projekte in ausgewählten Kontexten legt. Mit ihrem Engagement will sie Konflikte verhindern und zu deren Lösung sowie zu einem nachhaltigen Frieden beitragen. Besondere Bedeutung misst sie der uneingeschränkten, gleichberechtigten und sinnvollen Teilhabe von Frauen bei diesen Prozessen bei. Geopolitische Veränderungen, neue Konfliktdynamiken und neue öffentliche und private Akteure wirken sich auf die Friedenspolitik aus. Die internationale Nachfrage nach Schweizer Expertise besteht zwar, aber sie ist nicht selbstverständlich. Die Schweiz muss ihr Engagement gezielt ausrichten, ihr Angebot regelmässig anpassen, ihren Mehrwert strategisch einsetzen und Gelegenheiten ergreifen, die sich bieten. Vor diesem Hintergrund verstärkt die AFM ihre Aktivitäten in den Bereichen Mediation und Dialog. Dank ihrer Erfahrung, ihrem spezifischen Profil (insbesondere Diskretion, Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit) und ihren konkreten, ergebnisorientierten Aktivitäten ist die Schweiz mit der AFM bei der Friedensförderung, der Mediation und der Fazilitation sowie der Konfliktprävention international gut positioniert.
Menschenrechte: Die Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten ist untrennbar mit dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger verbunden und für den Frieden und die Sicherheit unerlässlich. Zur Förderung eines internationalen Menschenrechtsrahmens setzt sich die AFM für die Meinungsäusserungsfreiheit, die Verteidigung von