Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/12: Strategie der Internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 · 69 Seiten
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findet die bilaterale Zusammenarbeit mit multilateralen Organisationen sowie mit lokalen und internationalen NGO statt.
In gewissen Kontexten wendet die Schweizer IZA einen regionalen und thematischen Programmansatz an. Dies ist der Fall in krisenbetroffenen Schwerpunktländern (z. B. Syrien, Somalia), wenn die Krise Auswirkungen auf die Nachbarländer hat oder wenn die Programme auf regionale oder grenzüberschreitende Herausforderungen ausgerichtet sind, wie beispielsweise in der Mekong-Region, in Zentralasien oder in den Anden.
Wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des SECO
Die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit der
Schweiz schafft Wohlstand und Wirtschaftswachstum in
Entwicklungsländern unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit
und Resilienz. Das heisst, neben der wirtschaftlichen stehen
auch die ökologische und die soziale Dimension im Zent-
rum. Um ihre Ziele zu erreichen, konzentriert sich die wirt-
schaftliche Entwicklungszusammenarbeit auf drei Themen-
felder: Privatsektor, öffentliche Institutionen sowie
Stadtentwicklung und Infrastruktur. Gute wirtschaftliche
Gouvernanz, Geschlechtergleichstellung und den Klima-
wandel beachtet sie systematisch in ihren Aktivitäten.
Privatsektor: Unternehmen haben oftmals Schwierigkeiten, die Startphase zu überstehen und zu wachsen. Es fehlt ihnen der Zugang zu innovativen und nachhaltigen Konzepten, gut ausgebildeten Arbeitskräften, Kapital sowie Möglichkeiten, ihr immaterielles Kapital, zu schützen. Vor diesem Hintergrund engagiert sich das SECO für eine fortschrittliche Unternehmensführung, die neben gewinnorientierten Zielen auch der sozialen und ökologischen Verantwortung verpflichtet ist. Gleichzeitig unterstützt es die Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstandards und nachhaltigen Wertschöpfungsketten, indem es den Dialog unter allen beteiligten Akteuren fördert. Weiter bringt das SECO öffentliche und private Akteure zusammen, um die Ausbildung von Fachkräften zu verbessern. Daraus entstehen Berufsbildungsprogramme, die auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts ausgerichtet sind und die Chancen des digitalen Wandels nutzen. In Zusammenarbeit mit privaten Akteuren entwickelt das SECO innovative Finanzierungslösungen, um privates Kapital zu mobilisieren für Unternehmen und den öffentlichen Sektor. Im Fokus stehen wirkungsvolle Investitionen. Die bundeseigene Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft SIFEM ist Teil dieser Bestrebungen (s. Kasten).
Öffentliche Institutionen: Eine effiziente öffentliche Verwaltung, robuste Finanz- und Kapitalmärkte sowie eine stabile Wirtschafts- und Handelspolitik stärken das Vertrauen in den Staat und verringern Unsicherheiten. Dies erleichtert es Menschen und Unternehmen, wirtschaftliche Möglichkeiten und Risiken zu ergreifen und sich zu entwickeln. Aus diesem Grund trägt das SECO in seinen Partnerländern zu einer Stabilisierung der Steuer-, Finanz- und Geldpolitik bei, indem es Zentralbanken, Aufsichtsorgane und Behörden berät. Es unterstützt diese, damit sie eine nachhaltige Haushalts- und Steuerpolitik betreiben und sich so weit wie möglich aus eigenen Steuereinnahmen finanzieren. Ausserdem setzt das SECO sein langjähriges Engagement im Schuldenmanagement fort, was angesichts der steigenden Staatsverschuldung wieder an Bedeutung gewinnt. Ebenso engagiert sich das SECO für ein unbürokratisches