Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/12: Strategie der Internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 · 69 Seiten
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1. Programme und Partnerschaften, um nachhaltige Lösungen für globale und re-
gionale Herausforderungen zu finden.
2. Politischer Dialog und Festlegung von universellen Standards: Die Schweiz
beteiligt sich an der internationalen Agenda und nimmt im Rahmen der prioritären thematischen Ziele Einfluss auf die Ausrichtung der multilateralen Organisationen und die internationalen Normen. Mit der thematischen Zusammenarbeit werden die Entwicklungen antizipiert und die Kohärenz der sektoriellen Politiken gefördert.
3. Unterstützung/Beratung innerhalb der Bundesverwaltung sowie des Aussennet-
zes. Die thematische Zusammenarbeit unterstützt auch die Entwicklung und Begleitung der Programme in den Schwerpunktländern (Co-Creation).
4. Wissensmanagement und Lernen, um sicherzustellen, dass die Schweizer IZA
lernfähig bleibt, ihre Wirksamkeit verbessert und einen Multiplikatoreffekt hat.
Bei seiner thematischen Zusammenarbeit führt das SECO in Ergänzung zu seinem bilateralen Engagement globale Massnahmen durch, um globalen Herausforderungen, in den Bereichen Finanzen und Handel, Migration, Klimawandel sowie Umwelt und Wasser, zu begegnen. Die globalen Massnahmen ermöglichen es dem SECO, sich am internationalen Dialog zu beteiligen, Themenschwerpunkte in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu setzen und mit seinen Beiträgen eine grössere Hebelwirkung zu erzielen. Sie werden in der Regel von mehreren Geberstaaten gemeinsam unterstützt und von multilateralen Organisationen, wie Entwicklungsbanken, umgesetzt.
3.5.2 Multilaterales Engagement
Ein wirksamer und fokussierter Multilateralismus und eine funktionierende UNO sind für die Schweiz und die Welt unerlässlich. Die Schweiz engagiert sich für den Multilateralismus, da dieser Garant ist für eine internationale Ordnung, die nicht auf Machtverhältnissen beruht, sondern auf dem Völkerrecht. Die multilateralen Organisationen sind stark, wenn sie gezielt und strukturiert, subsidiär zu den Staaten und möglichst antizipierend handeln. Sie sind angehalten sich mit beschränkten Ressourcen im heutigen Krisenkontext zu engagieren. Ihre Effizienz und ihre Koordination sollen die Wirksamkeit ihres Engagements verbessern, was die Voraussetzung für eine starke Unterstützung durch die Mitgliedstaaten ist und umgekehrt.
Die zunehmenden globalen Herausforderungen erfordern eine globale Antwort (s. Ziff. 1.1.3). Die Schweiz nimmt im Rahmen von zwischenstaatlichen Verhandlungen Einfluss und bringt sich als Vermittlerin ein. Dabei findet eine enge Zusammenarbeit mit der gesamten Bundesverwaltung statt. Auch mit den multilateralen Entwicklungsbanken sowie mit den Organisationen der UNO, den Sonderfonds und den internationalen normgebenden und koordinierenden Organen arbeitet die Schweiz zusammen, wenn es angebracht ist und in Absprache mit den zuständigen Ämtern. Die Legitimität der multilateralen Organisationen ist in ihrem zwischenstaatlichen Mandat verankert. Ihre operativen Kapazitäten stellen sicher, dass die investierten Mittel eine Wirkung erzielen und dass Krisen global angegangen werden können. Die Schweiz setzt sich ausdrücklich dafür ein, dass mit den Aktionen der multilateralen Organisationen die nationalen Kapazitäten gestärkt und die Koordination zwischen den betreffenden Organisationen und den lokalen Akteuren verbessert werden.