Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/12: Strategie der Internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 · 69 Seiten

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3.5.4 Neue Technologien

Die neuen Technologien haben das Potenzial, die Gesellschaften grundlegend zu verändern. Die zukünftigen Auswirkungen, beispielsweise im Bereich der künstlichen Intelligenz, sind nicht immer leicht zu erfassen. Die neuen Technologien tragen auf jeden Fall zu einer wirksameren und effizienteren Antwort auf die komplexen Herausforderungen der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit bei. Ausserdem spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der SDG, indem sie Instrumente für die Ressourcenbewirtschaftung, die öffentliche Verwaltung, das Finanzwesen und die Gesundheitssysteme bereitstellen. Der Einsatz neuer Technologien beinhaltet aber auch Risiken. Er kann die digitale Kluft zwischen Ländern und Gemeinschaften vergrössern und so zu Ungleichheiten führen. Daher will die Schweizer IZA die digitalen Kompetenzen, die Resilienz der öffentlichen Dienste und der Zivilgesellschaft stärken und die digitale Kluft reduzieren, was die Unterstützung zuverlässiger Datensysteme einschliesst. Die Digitalisierung beinhaltet auch ein Risiko für den Datenschutz, der essenziell ist, um die Würde, die Integrität und die Sicherheit der Menschen zu wahren. Die Schweiz setzt sich für einen soliden und völkerrechtskonformen Gouvernanz-Rahmen für die Digitalisierung ein. Sie engagiert sich für einen besseren Schutz von multilateralen Organisationen und NGO gegen Cyberangriffe.

3.5.5 Nutzung von Schweizer Know-how

Die Schweiz verfügt bei mehreren zentralen Entwicklungsthemen, wie z.B. beim Föderalismus, bei der direkten Demokratie, bei der dualen Berufsbildung, bei Daten und Statistiken sowie bei technologische Innovationen, über Expertise und einen anerkannten Mehrwert. Die Partnerländer der Schweiz sind sehr daran interessiert, die Kompetenzen der Schweiz zu nutzen, insbesondere jene der Forschungseinrichtungen, des Privatsektors, der Kantone und der Bundesämter. Diese Kompetenzen werden eingesetzt und gefördert, indem die Bereitstellung des Fachwissens der öffentlichen Verwaltung bei der Durchführung von Programmen erleichtert wird. Dies trifft insbesondere auf das Bundesamt für Statistik (BFS), das Eidgenössische Institut für geistiges Eigentum (IGE) das Staatssekretariat für Migration (SEM), das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Parlamentsdienste zu. Im Rahmen des Möglichen möchte die Schweizer IZA diesen vielversprechenden Ansatz weiterentwickeln.

3.5.6 Zusammenarbeit mit anderen Akteuren

Für die Umsetzung der strategischen Ausrichtung werden die verschiedenen Instrumente der Schweizer IZA in enger Zusammenarbeit mit oder unter Einbezug anderer Akteure eingesetzt. Die Schweizer IZA stellt in allen Arbeitsbeziehungen sicher, dass ihre Partner für die Umsetzung der Agenda 2030 einen Mehrwert erbringen. Ihre Partner müssen ein Bewusstsein haben für bestehende Machtasymmetrien, Ausbeutung, Missbrauch und sexuelle Belästigung verhindern, die Grundsätze der Nichtdiskriminierung einhalten und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Korruption anwenden.

Regierungen von Schwerpunktländern

Die Hauptverantwortung für die Entwicklung eines Landes liegt bei ihrer Regierung. Die Schweiz setzt auf eine direkte Zusammenarbeit mit Regierungsstellen, indem sie