Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/16: Änderung der Verordnung des WBF über die Pflichtlagerhaltung von Nahrungs- und Futtermitteln · 40 Seiten

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hersteller müssten zu viel hochqualitativen Weizen einlagern, für den sie keinen Bedarf haben. Der Vorschlag, sämtliches Futtergetreide qualitativ durch duales Getreide zu ersetzen, würde den Druck auf die Lagerkapazitäten der Unternehmen zusätzlich erhöhen. Diese Futtermittelrohstoffe (Futtergerste, - weizen, Hafer, Mais, Mühlennebenprodukte usw.) seien notwendige Bestandteile für die Mischfutterherstellung und beanspruchten auch bei einer allfälligen Aufhebung der Lagerpflicht Lagerkapazitäten. Der Vorschlag zur vollständigen Umwandlung der Futtergetreide in dual nutzbares Getreide führte zu aufwändigen Austauschprozessen und zu einer zusätzlichen Lagerkapazitätsverknappung, die in der Vorlage nicht berücksichtigt worden sei.

Glutenfreies Getreide

Prométerre, der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) und der Verband kollektiver Getreidesammelstellen der Schweiz (VKGS) befürworten die in der Vernehmlassungsvorlage vorgesehene Erhöhung der glutenfreien Getreide.

RISO, Proviande, der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF), der Schweizer Milchproduzentenverband (SMP), Suisseporcs und der Verband des Schweizerischen Getreide- und Futtermittelhandels (VSGF) lehnen die in der Vernehmlassungsvorlage vorgesehene Erhöhung der glutenfreien Getreide ab.

RISO schlägt anstelle einer Mengenerhöhung in der Warengruppe Reis eine Beibehaltung der aktuellen Lagermengen vor, die die Bedarfsdeckung für die Bevölkerung der Schweiz mit Reis für vier Monate sicherstellen. Die Schweiz verfüge über keine Industrie, die ausreichende Mengen an verarbeiteten Reisprodukten (Reismehl, Reisnudeln usw.) herstelle, um eine Aufstockung der Reisvorräte um 24'000 Tonnen zu rechtfertigen. Diese Menge entspreche in etwa einem Halbjahresbedarf des gesamten Schweizer Reismarktes und werde so von diesem nicht benötigt. Eine Lagerung von Reis über eine längere Zeitdauer sei unter anderem anhand der starken Bedarfsschwankungen des Marktes einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Dies insbesondere im Bereich von abgepackter Ware, welche kundenspezifisch produziert und eingelagert werde. Die verschiedenen Varietäten von Reis bedürften entsprechende Lagerkapazitäten, was durch die sehr eingeschränkte Anzahl verfügbarer Silozellen schon heute eine Herausforderung darstelle. Auch der Schweizer Fleisch-Fachverband SFF, Proviande und Suisseporcs erwähnen, dass die in der Vorlage vorgesehene zusätzliche Lagermenge an glutenfreiem Getreide markttechnisch nicht realisiert werden könnte. Mais zur menschlichen Ernährung werde zudem nur in geringfügigen Mengen auf dem Schweizer Markt gehandelt und stelle aus betriebswirtschaftlichen Gründen keine echte Option als glutenfreies Getreide dar.

Proteinträger zu Futterzwecken

Der Bauernverband beider Basel (BVBB), Prométerre, Proviande, der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF), der Schweizer Geflügel-Produzentenverband (SGP), der Schweizer Milchprodu-

zentenverband (SMP), der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV), der St. Galler

Bauernverband (SGBV), Suisseporcs, Swiss Beef, Swiss granum, der Verband kollektiver Getreidesammelstellen der Schweiz (VKGS), der Verband des Schweizerischen Getreide- und Futter-

mittelhandels (VSGF) und die Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten (VSF) lehnen

die in der Vernehmlassungsvorlage vorgesehene Veränderung der Pflichtlager an Proteinträgern zu Futterzwecken ab.

Der Bauernverband beider Basel (BVBB), der Schweizer Geflügel-Produzentenverband (SGP),

der Schweizer Milchproduzentenverband (SMP), der Schweizerische Getreideproduzentenver-