Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/16: Änderung der Verordnung des WBF über die Pflichtlagerhaltung von Nahrungs- und Futtermitteln · 40 Seiten
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band (SGPV), der St. Galler Bauernverband (SGBV), Suisseporcs, Swiss Beef, swiss granum, der
Verband kollektiver Getreidesammelstellen der Schweiz (VKGS) und die Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten (VSF) halten fest, dass die Umsetzung des Abbaus der Bestände von Geflügel und Schweinen anders geplant werden müsse als in den Erläuterungen vorgestellt, und zwar aus Gründen der biologischen Gegebenheiten und aus ethischen, wirtschaftlichen, sowie gesellschaftlichen Gründen. Die weiteren Ausführungen decken sich weitgehend mit der Stellungnahme des Schweizer Bauernverbandes. Auch Prométerre und der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) führen wirtschaftliche und praktische Gründe auf, aus denen sie den vorgesehenen Abbau ablehnen.
Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF), Proviande und Suisseporcs führen weiter aus, dass für
einen raschen Abbau der Bestände die Schlachtkapazitäten insbesondere für Schweine nicht in ausreichendem Mass vorhanden, die Betriebe nicht für die Schlachtung von Jungtieren eingerichtet und die erforderlichen Kühllager nicht vorhanden wären. Ausserdem würde jahrzehntelange züchterische Aufbauarbeit in der Schweineproduktion weitgehend zunichte gemacht. In der Schweiz Schweineproduktion seien mit eigenständigen Zuchtprogrammen Tiere gezüchtet worden, die bezüglich Fleischqualität weltweit führend und an die bei uns praktizieren hohen Tierhaltungsstandards angepasst seien. Mit einem weitgehenden Abbau der Schweineproduktion würde dieses genetische Potential unwiederbringlich vernichtet. Interessant finden der SFF und Suisseporcs das Fazit im Bericht zur Vernehmlassung, dass bei Fleisch als Grund für die nicht nötige Bevorratung der Ausfall der Exporte angeführt werde, bei den Milchprodukten jedoch keine Rede davon sei, obwohl im Normalfall ein beachtlicher Teil der inländischen Käseproduktion exportiert werde.
Der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) und Suisseporcs bemängeln, dass die Finanzhilfen für den Wiederaufbau der infolge einer Krise abgebauten Tierbestände nicht geregelt seien.
Der Verband des Schweizerischen Getreide- und Futtermittelhandels (VSGF) verweist auf den von
der réservesuisse genossenschaft aufgeführten Vorschlag zu den Proteinträgern als Basis für weitere Diskussionen.
Rohproteinäquivalent
Der Bauernverband beider Basel (BVBB), Prométerre, der Schweizer Geflügel-Produzentenverband (SGP), der Schweizer Milchproduzentenverband (SMP), der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV), der St. Galler Bauernverband (SGBV), Suisseporcs, Swiss Beef, der Verband kollektiver Getreidesammelstellen der Schweiz (VKGS) und die Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten (VSF) befürworten das Vorhaben, dass die alternativen Proteinträgerpflichtlager bezüglich ihres gesamten Proteingehalts jederzeit einer äquivalenten Haltung von 25 % Sojaextraktionsschrot entsprechen können.
Der Verband des Schweizerischen Getreide- und Futtermittelhandels (VSGF) lehnt das Vorhaben
ab, dass die alternativen Proteinträgerpflichtlager bezüglich ihres gesamten Proteingehalts jederzeit einer äquivalenten Haltung von 25 % Sojaextraktionsschrot entsprechen können, weil durch die vorgeschlagene Änderung die Pflichtlagerhaltung weiter und ohne nachvollziehbaren Grund verkompliziert würde. Es werde regulatorisch in die Handelskompetenz der Pflichtlagerhalter eingegriffen. Die Pflichtlagerhalter, die am Markt tätig seien, müssten berücksichtigen, welche Waren effektiv auch rotiert werden können. Die Umrechnung in Proteinäquivalente sei administrativ nicht zu bewerkstelligen. Eine tagesaktuelle Prozentberechnung auf das Kilogramm genau stelle für die Lagerpflichtigen eine zusätzli-