Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/17: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028 (Kulturbotschaft) · 110 Seiten
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fokussiert dabei auf zwei Tätigkeitsfelder: einerseits die kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Architektur und ihrer gesellschaftlichen Funktion (z.B. in Ausstellungen, Veranstaltungen oder Publikationen), andererseits Rechercheprojekte von Architekturschaffenden mit nicht-kommerziellem, prototypischem Charakter, insbesondere in den beiden Themenfeldern Nachhaltigkeit und Chancengleichheit.
Professionalisierung und digitale Transformation
Pro Helvetia wird die künstlerische Professionalisierung und Weiterentwicklung der Kunstschaffenden durch Mentoring- und Coachingprogramme fördern und so den Aufbau und die Vertiefung von notwendigen Kompetenzen für neue Präsentationsformen und Produktionsweisen ermöglichen. Dabei sollen Kunstschaffende mit spezialisierten Partnern und Organisationen – auch ausserhalb des Kultursektors – zusammengebracht werden.
Arbeitsbedingungen
Ab 2025 wird Pro Helvetia im Rahmen der Behandlung von Gesuchen verlangen, dass die Richtlinien der Branchenverbände zur Entschädigung von Kunstschaffenden angewendet werden. Begründete Ausnahmen etwa für den Nachwuchsbereich und für Kleinproduktionen sind möglich.
Diversität und Chancengleichheit
Pro Helvetia wird in der Projektförderung zur Sichtbarkeit der Arbeit von Kunstschaffenden bisher unterrepräsentierter gesellschaftlicher Gruppen beitragen. Darüber hinaus werden die Fördermassnahmen auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit in Bezug auf unterschiedliche künstlerische Karriereverläufe überprüft.
5.2.3 Design inklusive Game Design
Ausgangslage
Seit 2021 ist die Förderung von professionellem zeitgenössischem Design und Game Design fest im Förderportfolio von Pro Helvetia integriert. Die Stiftung unterstützt die Entstehung neuer Projekte sowie die Promotion und Verbreitung ausserhalb der Schweiz.in allen Bereichen des professionellen Designschaffens (Textil-, Mode-, Industrie-, Produkt-, Service-, Grafik- und Game Design).
Förderung des kreativen Schaffens
Das Game Design hat sich als relevanter Teil der Kreativwirtschaft etabliert, geprägt von einer Diversifizierung der Angebote und der Etablierung von Nischenmärkten. Die Entwicklung von Computerspielen ist zeit- und kostenintensiv, vergleichbar mit der Filmproduktion, da sie sich arbeitsteilig zwischen verschiedenen kreativen und technischen Fachberufen abspielt.
Da Pro Helvetia im Bereich Design und Games die einzige öffentliche Förderinstanz mit fest institutionalisierter Unterstützung ist, sind Studios darauf angewiesen, ihre Finanzierung zu einem grossen Teil über Partner aus der Industrie zu sichern. Neben der direkten Projektunterstützung legt die Stiftung deshalb einen Fokus auf Marktzugang und die Präsenz an Messen und Festivals, um den Studios die Vernetzung mit Industriepartnern zu ermöglichen.
Austausch im Inland
Begleitmassnahmen wie Coaching und Mentoring tragen zur Professionalisierung und Entwicklung von unternehmerischen Fähigkeiten der Kreativen bei, welche diese zur Umsetzung ihrer Projekte benötigen.