Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/17: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028 (Kulturbotschaft) · 110 Seiten

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pflegen den Kontakt zu lokalen Partnern und Kulturinstitutionen, wirken als Vermittler vor Ort und in den jeweiligen Regionen und bieten Residenz-, Recherche- und Austauschprogramme an für Kunst- und Kulturschaffenden aus der Schweiz.

Anpassungen in der Periode 2025–2028

Neben den in den Spartenkapiteln erwähnten Massnahmen sind folgende übergreifende Anpassungen vorgesehen:

Verbreitung und Promotion

Um das Interesse an Kunst- und Kulturschaffenden aus der Schweiz im Ausland aufrecht zu erhalten und diese im internationalen Vergleich sichtbar und konkurrenzfähig zu halten, sollen Einladungen von internationalen Programmverantwortlichen, Kuratorinnen und Kuratoren, Verlegerinnen und Verlegern usw. intensiviert werden. Durch diese Einladungen können zudem schweizerische Kulturinstitutionen und Festivals ihre internationale Bedeutung sicherstellen und ausbauen. Die in den letzten Jahren erfolgreich aufgebauten Präsenzen von Kunst- und Kulturschaffenden aus der Schweiz an internationalen Messen, Festivals und Konferenzen werden an die Entwicklungen des internationalen Kulturbetriebs angepasst und bei Bedarf auf neue Regionen und Themenfelder ausgeweitet. Dabei wird prioritär die Präsenz an jenen Plattformen gefördert, an denen international renommierte Multiplikatoren (Programmverantwortliche, Festivalleitende etc.) erreicht werden können. Online-Plattformen, welche für die internationale Verbreitung an Bedeutung gewinnen, werden angemessen berücksichtigt, zudem wird ein Fokus auf kollaborative und prozessorientierte künstlerische Praktiken gelegt.

Erschliessung neuer Märkte und Förderung des kulturellen Austauschs

Pro Helvetia wird prüfen, wie die bestehenden Netzwerke in den Aussenstellenregionen durch Dezentralisierung der Strukturen und Aktivitäten gestärkt werden können. Für bestimmte Regionen wird die Etablierung eines Anker-Modells geprüft, das Kunstschaffenden aus der Schweiz an attraktiven Orten den Zugang zu neuen Kontexten und Märkten ermöglichen soll. Des Weiteren prüft Pro Helvetia Möglichkeiten, den Kunstschaffenden Zugang zu miteinander verbundenen regionalen Netzwerken zu bieten, um dadurch multilaterale Promotions- und Austauschmöglichkeiten zu erhalten. Um die Einbindung von Künstlerinnen und Künstlern aus der Schweiz in internationale Netzwerke zu fördern, sollen entsprechende Kooperationsprojekte, insbesondere in Europa, unterstützt werden.

Residenzen und Recherchereisen

Damit die Förderangebote für Residenzen und Recherchereisen auch künftig den Zielen und Bedürfnissen der Kunstschaffenden aus der Schweiz gerecht werden, sollen zusätzliche kulturelle Räume erschlossen werden. Daher werden die Angebote geografisch über die Regionen der Verbindungsbüros hinaus weiter ausgeweitet und flexibilisiert. Zudem soll eine Intensivierung der zugehörigen Coachingangebote gezielte Verbindungen zwischen den Kunstschaffenden und den jeweiligen Kulturszenen ermöglichen.

5.1.4 Schweizer Kulturpreise

Ausgangslage

Der Bund vergibt bereits seit 1899 Kunst- und seit 1917 Designstipendien. Sie wurden in den 2000er-Jahren in Preise umgewandelt. Es handelt sich um eine der ersten Massnahmen des Bundes zur Förderung des vielfältigen Kulturschaffens in der Schweiz. Aufbauend auf dieser mehr als hundertjährigen Erfahrung beauftragte das Parlament den Bundesrat, die Preise des