Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 75 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 15Fedlex · Ergebnisbericht
3.1.3.4 Nationale und internationale Zusammenarbeit
Bezüglich der Finanzierung von Projekten der Roadmap für Forschungsinfrastrukturen schlagen GR, BFH, PHLU, SFI, swissuniversities, unibasel, USB, UZH und wissensstadtdavos vor, einerseits zwischen «Instrumenten», die besonders teure Infrastrukturen und Methoden erfordern und disziplin- und fachbereichsübergreifend sind, und andererseits «Disziplinen», die aufgrund ihrer thematischen oder inhaltlichen Fokussierung kostenintensiv sind, zu unterscheiden. SWR empfiehlt den Prozess der Definition und Identifizierung von Forschungsinfrastrukturen von nationaler Bedeutung vom Finanzierungsentscheid zu trennen. Überdies soll das SBFI eine Steuerungsgruppe unter seiner Leitung ernennen, welche die Neugestaltung des Roadmap-Prozesses 2027 prüft. FORS bekräftigt, dass der künftige Infrastruktur-Roadmap-Prozess transparenter und für Vorhaben aus allen Disziplinen offen zu gestalten sei; bei der Gouvernanz von Forschungsinfrastrukturen solle mehr Klarheit über die Verantwortlichkeiten der einzelnen BFI-Akteure geschaffen werden. swisstph begrüsst die «Roadmap 2023» und hofft insbesondere auf eine Finanzierung des Projekts «Imaging, –Omics Platform for Switzerland» (IOP4CH), welches eine nationale Kohorte und Biobank beinhaltet. dephistgén-unige, histint-unibe, SGFF, SVAW und SVMM fordern, dass die Notwendigkeit der langfristigen Editionsvorhaben in der geplanten Roadmap «Forschungsinfrastrukturen» gebührend Eingang finden.
BL, BS, GE und FDP begrüssen die vorgeschlagenen Massnahmen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Forschung und Innovation, welche die Rolle der Schweiz auf internationaler Ebene stärken.
BL, BS, GE und unibasel befürworten die Schaffung eines «Swissnex in Switzerland» explizit. ZH stellt den Mehrwert weiterer Swissnex Standorte innerhalb der EU in Frage, diese Mittel könnten an anderen Stellen effektiver investiert werden. UZH steht der Schaffung eines Swissnex in Switzerland kritisch gegenüber und stellt den Mehrwert weiterer Standorte innerhalb der EU in Frage. SWR erachtet Swissnex als wichtig, um die globale Präsenz der Schweiz zu stärken. wyssacademy wünscht sich Swissnex Standorte ausserhalb des globalen Nordens. Zusätzlich soll die Botschaft durch ein Kapitel ergänzt werden, in welchem dargestellt wird, wie die Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen des globalen Südens im Bereich Bildung, Forschung und Innovation gestärkt werden kann. agenda2030 wünscht sich ebenfalls, dass weitere Swissnex Standorte in Ländern des globalen Südens geplant werden.
Für economiesuisse, SAV, FER und scienceindustries haben multilaterale Forschungskooperationen einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund sollen zusätzliche Forschungspartnerschaften und Netzwerke im Sinne einer Diversifizierungsstrategie mit weiteren Ländern aufgebaut werden.
bikoa, KFPE, pusch und SDSN fordern, dass die Zusammenarbeit der Schweiz in Bildung, Forschung und Innovation mit Ländern mit tiefen Einkommen einen höheren strategischen Stellenwert in der BFI-Strategie erhalten und der Fokus nicht nur einseitig auf Partnerschaften im globalen Norden ausgerichtet ist. Auf diese Weise soll die Zusammenarbeit auch mit Institutionen in autoritären und fragilen Staaten ermöglicht und gezielt gefördert werden.
bikoa und SDSN fordern, dass in der nationalen und internationalen Zusammenarbeit schulische und ausserschulische Austauschaktivtäten abgedeckt werden.
GLP begrüsst die Diversifizierung der internationalen BFI-Partnerschaften und wünscht sich eine verstärkte Initiative bezüglich neuer Verträge oder Absichtserklärungen, wobei diese kein Ersatz für gute Beziehungen zu europäischen Partnern seien. SUK erwartet, dass die in der internationalen BFI-Strategie vorgesehene Diversifizierung der internationalen BFI-Partnerschaften der Schweiz und ihre weitere Stärkung in bestimmten Themenbereichen auf globaler Ebene auch über internationale Organisationen wie die UNESCO und ihre Programme umgesetzt werden. SWR ist der Meinung, die internationale BFI-Strategie bedürfe einer Überprüfung. SWR ist zudem der Ansicht, die verstärkte Beteiligung an multi- sowie bilateralen Kooperationen und Initiativen solle über den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und Innosuisse hinausgehen und auch Hochschulen, Infrastrukturen, die Akademien und weitere relevante Akteure umfassen.
Seite 15 von 75