Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 75 Seiten

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GLP fragt sich, warum bei den Zielen für Forschung und Innovation zwar Nachhaltigkeit, digitale Transformation und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) explizit erwähnt sind, nicht aber Schwarmintelligenz und Künstliche Intelligenz (KI). Falls diese unter der digitalen Transformation mitgemeint seien, halten sie dies angesichts ihrer rasanten Entwicklung und der tiefgreifenden Veränderungen für unzureichend.

SFI unterstützt die formulierten Ziele für den Bereich Forschung und Innovation. SUK schlägt vor, Ziel 3 um eine Dimension des politischen Engagements zu erweitern, insbesondere mit Bezug auf die wichtigen Arbeiten, die in der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) stattfinden. SWR empfiehlt in Ziel 2, neben der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auch diese zwischen Wissenschaft und Politik zu verankern.

VS merkt an, dass ein ehrgeiziges Ziel im Bereich des Klimawandels und der nachhaltigen Entwicklung fehlt, während dieses Ziel in den Förderbereichen und in den Querschnittsthemen klar zum Ausdruck komme. GRÜNE merkt an, Klimawandel, Nachhaltigkeit und Chancengerechtigkeit seien auch bei den Zielen der Allgemeinbildung sowie der Berufs- und Weiterbildung zu erwähnen.

GLP, bikoa, pusch, SAJV und SDSN wünschen eine zusätzliche Verankerung des lebenslangen Lernens in den Zielen. bikoa und SDSN stören sich jedoch an dessen in der BFI-Botschaft zu eng gefasster Definition und der eindimensionalen Ausrichtung auf Arbeitnehmende, Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktfähigkeit.

SWR empfiehlt, die Reduktion der sozialen Selektivität der schulischen Übergänge in der BFI-Botschaft als Ziel aufzunehmen.

VSV wünscht die Formulierung eines Ziels, die Bildungsbeteiligung beruflich wie nicht-beruflich in der kommenden Periode deutlich zu erhöhen.

3.1.1.3 Gemeinsame bildungspolitische Ziele von Bund und Kantonen

GDK und KFMV begrüssen die gemeinsamen bildungspolitischen Ziele explizit.

Von FDP, Mitte und KFMV wird im Speziellen die Bedeutung des 95 % Ziels hervorgehoben (Ziel 2: 95 % aller 25-Jähriger verfügen über einen Abschluss auf Sekundarstufe II). Gemäss KFMV ist in diesem Zusammenhang ein zentraler Aspekt, dass seitens öffentlicher Hand auch ein Schwerpunkt bei der Förderung der EBA-Berufe gesetzt wird. ARTISET sieht, dass mit Blick auf das 95 % Ziel potenziell der Personenkreis steigt, der einen Abschluss auf Tertiärstufe absolvieren kann. Somit sollte mit einer erhöhten Zahl von Absolventinnen und Absolventen in der höheren Berufsbildung gerechnet werden. Sie erachten es als eine Aufgabe des Bundes, die rein schulische Ausbildung und die Berufsbildung als gleichwertig zu fördern.

BCH erachtet es als problematisch, die Qualität des Schweizer Bildungsniveaus massgeblich an Abschlussquoten zu bemessen, wie es mit dem deklarierten 95 % Ziel geschieht, wenn nicht bei der Stärkung der Grundkompetenzen angesetzt wird. VSLCH sieht grossen Handlungsbedarf im Bereich der Volksschule und erachtet es als notwendig, die Selektion wie in den nordischen Ländern oder in Frankreich ans Ende der Volksschule zu verschieben, damit das 95 % Ziel erreicht werden kann.

K-HF betont, dass die gemeinsamen bildungspolitischen Ziele 2, 4 und 6 von Bund und Kantonen besondere Beachtung verdienen (Ziel 4: Schärfung der Angebotsprofile auf Tertiärstufe, Ziel 6: Förderung Ein-, Um- und Wiedereinstiege und Unterstützung durch Information und Beratung). Insbesondere die Absicht, die Profile der Angebote auf der Tertiärstufe zu schärfen, müsse in der kommenden BFI-Periode vom Bund energisch angegangen werden.

KFMV merkt an, dass hinsichtlich Ziel 4 der gemeinsamen bildungspolitischen Ziele die Chance, die höheren Fachschulen klarer und besser zu positionieren mit dem Positionierungsprojekt HF, verpasst wurde. In Bezug auf die konkrete Umsetzung des Positionierungsprojekts plädiert der KFMV deshalb nach wie vor für eine verstärkte Governance und die Einführung von Titeln, welche auf dem nationalen Qualifikationsrahmen basieren.

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