Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2024/1: Totalrevision der Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturität (BMV) · 118 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 12Fedlex · Ergebnisbericht

die aktuelle berufliche Grundbildung Kauffrau/-mann (Inkrafttreten: 2023) abgestimmt wurde. VBV bedauert zudem, dass die BM sich weiterhin nach Fächern ausrichtet, was ein Problem für die Anrechnung der bereits erbrachten Leistungen darstellt. Die Klärungen im Bereich Blended Learning werden begrüsst. VBV stellt grundsätzlich fest, dass die Anpassungen am RLP-BM minimal sind und fragt sich, ob man sich nicht vor einer grundlegenden Überprüfung alle fünf Jahre wie bei der beruflichen Grundbildung scheut.

Centre Patronal begrüsst grundsätzlich die Revision der BM-Grundlagen, die es erlaubt, die Berufsmaturität an die aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft und der Arbeitswelt anzupassen, z.B. in Bezug auf Englisch oder Blended Learning. Einige Elemente bedürfen jedoch noch Justierungen, wie z.B. die zu starren Bestimmungen zu den Pilotprojekten oder der unangemessene Einbezug der Fachhochschulen in die Abschlussprüfungen.

OdA Umwelt begrüsst die Totalrevision und die zahlreichen Modernisierungen und Verbesserungen, die eingeführt wurden. Die Revision bietet eine Gelegenheit, die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Bestandteil der Berufsmaturität zu verankern und OdA Umwelt macht Empfehlungen, wie dies am besten erfolgen soll. Um den Anforderungen der nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden, soll in erster Linie BNE stärker in die BM-Lehrpläne mit spezifischen Lernzielen integriert und die Definition der Nachhaltigkeit erweitert werden. OdA Umwelt fordert ausserdem die Vermittlung von nachhaltigen digital skills, die gezielte Schulung von Lehrpersonen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, und die Schaffung von nationalen Strukturen, die den Wissens- und Technologietransfer im Bereich der nachhaltigen Entwicklung fördern.

SBV unterstützt die Bemühungen zur Optimierung der BMV und des RLP-BM, sieht jedoch mehrere Bereiche, die einer Anpassung bedürfen. SBV kritisiert, dass der erläuternde Bericht und die Strategie den Eindruck vermitteln, dass die Förderung leistungsstarker Jugendlicher ausschliesslich über die Berufsmaturität und den Weg zur Fachhochschule erfolgt. Die Bedeutung der höheren Berufsbildung (HBB) wird somit ausgeblendet. Der SBV fordert, die HBB als gleichwertigen Bildungsweg hervorzuheben und macht entsprechende Formulierungsvorschläge. SBV stellt fest, dass der Begriff "leistungsstark" in den Unterlagen häufig ausschliesslich auf kognitive Fähigkeiten bezogen wird, (leistungsstark kann man aber in verschiedenen Bereichen z. B. Sport, Handwerk, Musik sein) und schlägt vor, den Begriff "kognitiv leistungsstark" zu verwenden. In Bezug auf die Strategie fordert SBV, dass BM1 und BM2 gleichwertig in den strategischen Überlegungen mitgedacht werden (aktuell wird der Fokus auf die BM1 gesetzt). Bei der BM2 soll insbesondere die Teilzeit-Variante im Vordergrund stehen, damit den Branchen ausgebildete Arbeitskräfte erhalten bleiben.

3.6 Weitere Organisationen

IHZ begrüsst, dass Begriffe präziser definiert und missverständliche Formulierungen angepasst wurden. IHZ beanstandet die Einschränkungen der Kantone bei der Durchführung von Pilotprojekten.

Swiss Olympic plädiert für möglichst flexible Rahmenbedingungen und wenig bis keine Präsenzlektionen in der BM2, um Nachwuchsathletinnen und- Athleten eine bessere Vereinbarkeit von Sport und Bildung zu ermöglichen. Bisher wurden nur private Institutionen diesen Ansprüchen gerecht, welche aber teurer und damit nicht für alle zugänglich sind. BM2-Bildungsgänge, die vollständig im Fernstudium absolviert werden können, wären für Nachwuchsathletinnen und- Athleten eine ideale Lösung. Auf Tertiärstufe ist dies bereits möglich. Da die BM 2-Lernende bereits eine Erstausbildung hinter sich haben, sollten sie die gleichen Voraussetzungen erhalten wie auf Tertiärstufe.

SWR betont die Wichtigkeit, dass alle Absolventinnen und Absolventen der Sekundarstufe II über Kompetenzen verfügen, um sich in eine digitale Gesellschaft, zu integrieren und daran teilhaben zu