Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 40 Seiten

Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 37Fedlex · Erläuternder Bericht

mithaften. Inwieweit die Austragungsgemeinden von den jeweiligen Standortkantonen unterstützt werden, obliegt dem Entscheid der kantonalen Behörden.

Sämtliche Kantone leisten miteinander einen Beitrag an die Paralympischen Spiele. Der Beitrag – finanziert aus den Reingewinnen der Lotterien – wird über die Stiftung Sportförderung Schweiz an die Trägerorganisation ausgerichtet. Die zuständigen interkantonalen Gremien haben hierzu am 24. November 2025 verschiedene Beschlüsse gefasst (vgl. Ziffer 3.6.2.2).

Die Kantone und Gemeinden erbringen gegebenenfalls aufgrund eigenständiger Entscheide weitere Leistungen, die mit dem Projekt OPWS 2038 in Verbindung stehen. Sie tragen die entsprechend Verantwortung und die Risiken.

6.3 Auswirkungen auf die Volkswirtschaft

Im Rahmen einer vom Verein initiierten Studie2 wurden die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen einer möglichen Austragung der OPWS 2038 analysiert. Sie beziffert den um einen touristischen Verdrängungseffekt bereinigten direkten und indirekten Gesamtumsatz von OPWS auf mindestens 5,57 Milliarden Franken bis maximal 7,45 Milliarden Franken, wobei mindestens 20% bis maximal 23% des Umsatzes durch die Tourismusausgaben der Besuchenden generiert werden. Dadurch entsteht gemäss der Studie eine direkte und indirekte Bruttowertschöpfung von 2,75 bis 3,68 Milliarden Franken, die zu Steuereinnahmen für den Bund und die Kantone von rund 260 bis 350 Millionen Franken führen. 80% der Steuereinnahmen werden gemäss der Studie auf kommunaler und kantonaler Ebene erwartet, 20% auf Bundesebene. OPWS können damit in der gesamten Schweiz direkt und indirekt ein temporäres Arbeitsvolumen von insgesamt 19'070 bis 25'670 Vollzeitäquivalenten generieren. Der mit Abstand größte Teil dieser wirtschaftlichen Auswirkungen (rund 90%) wird in den Jahren 2037 und 2038 zu verzeichnen sein, die restlichen Auswirkungen treten gemäss Studie überwiegend in der Vorbereitungsphase vor 2037 auf.

Diese Schätzung der wirtschaftlichen Effekte ist insofern zu relativieren, als es sich um eine Bruttobetrachtung handelt. Damit wird nicht berücksichtigt, dass beispielsweise ein Teil des Budgets der OPWS aus Einnahmen aus inländischen Sponsoringverträgen, Ticketverkäufen oder Merchandising besteht. Die Wirtschaftssubjekte, die diese Ausgaben tätigen, würden ohne die OPWS jedoch vermutlich andere Produkte oder Dienstleistungen konsumieren, was ebenfalls zu Wertschöpfung in der Schweiz führen würde. Dasselbe gilt für eingesetzte öffentliche Gelder, welche, anders verwendet, anderweitig direkte und indirekte Wertschöpfung auslösen würden.

2 HSLU/EPB Schweiz AG(2025). Olympic and Paralympic Winter Games Switzerland 2038. Ex ante economic impact study.