Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 19 Seiten

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und Umwelt sowie die fehlende Unterstützung in der Bevölkerung genannt. Einzelne Vernehmlassungsteilnehmende fordern deshalb eine referendumsfähige Vorlage oder würden eine nationale Abstimmung begrüssen.

Einige Vernehmlassungsteilnehmende nehmen Bezug auf die im erläuternden Bericht enthaltene Einordnung zur Landesausstellung. Dabei wird insbesondere begrüsst, dass die OPWS 2038 eine Landesausstellung weder ersetzen noch vorwegnehmen. Vereinzelt wird zudem eine kohärente Behandlung nationaler Grossvorhaben angeregt.

3.3 Ergebnisse nach Adressatengruppen

3.3.1 Austragungskantone und KdK

Die Austragungskantone sowie die KdK unterstützen die Kandidatur grundsätzlich und betonen die Be-

deutung eines realistischen, föderal abgestützten und finanziell verantwortungsvollen Modells.

Sie begrüssen die hohe private Finanzierung und den Verzicht auf staatliche Defizitgarantien, fordern jedoch eine faire und transparente Kostenverteilung zwischen Bund, Kantonen und Austragungsorten (BE, VD, VS, ZH). Gleichzeitig weisen BE und OW darauf hin, dass bei generellem Ausschluss einer Defizitgarantie durch den Bund ein erhöhtes Risiko für finanzielle Lasten für die Kantone und Austragungsorte besteht.

Die Austragungskantone und die KdK sehen wesentliche Chancen in den Bereichen Sportförderung, Tourismus, regionale Entwicklung, Innovation und gesellschaftlicher Zusammenhalt (BE, TI, VS, ZH). Besonders hervorgehoben wird die paralympische Dimension, die einen nachhaltigen Beitrag zu Inklusion und Gleichstellung leisten könne (TI, KdK). Zugleich bestünden Risiken aufgrund möglicher Kostenüberschreitungen, Unsicherheiten über künftige Investitionen in bestehende Anlagen sowie politisch-reputative Folgewirkungen bei finanziellen Engpässen der Trägerschaft (BE, GR, OW).

Das dezentrale Host-Country-Modell sowie der konsequente Verzicht auf neue permanente Bauten

stossen auf breite Zustimmung (GR, OW, TI, VD, VS, ZH). Mehrere Kantone betonen, dass die Nutzung bestehender Infrastrukturen in verschiedenen Regionen zur Nachhaltigkeit beitrage und den föderalen Strukturen der Schweiz entspreche. OW verweist jedoch auf spezifische infrastrukturelle Herausforderungen, etwa zusätzliche Anlagen im Skisprung oder Langlauf.

Eine nationale Legacy-Strategie mit klaren Zielen wird als zwingend erachtet. Erwartet wird eine glaubwürdige, verbindliche Berücksichtigung ökologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wirkungen sowie eine sinnvolle Nachnutzung bestehender Infrastruktur (BE, GR, ZH).

Im Bereich Sicherheit verlangen die Kantone eine klare Zuordnung von Aufgaben und Kosten. Sie weisen darauf hin, dass Sicherheitsdispositive erhebliche Mittel binden und interkantonale Polizeieinsätze (IKAPOL), Armee- und Zivilschutzleistungen frühzeitig koordiniert werden müssen (ZG, KdK). Mehrere Austragungskantone erwarten zudem eine Bundesbeteiligung gemäss geltendem Recht (Art. 28 BWIS6)

(BE, LU, ZH).

Die Austragungskantone und die KdK fordern klare Governance-Strukturen, Transparenz sowie eine frühzeitige und verbindliche Einbindung aller betroffenen Ebenen. Einige Absender stellen die Tragweite des Bundesbeschlusses in den Vordergrund und betonen die Bedeutung demokratischer Prozesse, etwa auf kantonaler Ebene (BE, GR, VD).

6 Bundesgesetzüber über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (SR 120)